Istaf Indoor Berlin: Hürden-Weltmeisterin Ditaji Kambundji jagt Meeting-Rekord
Es wird schnell, extrem schnell – das Istaf Indoor in Berlin entfacht am Freitagabend (18.15 Uhr/ZDF-Livestream) ein wahres Feuerwerk der Sprint-Leichtathletik. Beim größten Hallen-Leichtathletik-Wettkampf der Welt, mit einem Etat von einer Million Euro und erwarteten 12.000 Fans in der Uber Arena, hat sich Hürden-Weltmeisterin Ditaji Kambundji aus der Schweiz ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Sie will dem begeisterten Publikum einen neuen Meeting-Rekord schenken.
Alte Bestmarke nach zwölf Jahren in Gefahr
Die aktuelle Bestmarke ist bereits zwölf Jahre alt. Beim allerersten Istaf Indoor lief Sally Pearson aus Australien über 60 Meter Hürden eine Zeit von 7,79 Sekunden. Kambundji, die mit 7,67 Sekunden den Europarekord hält, war in dieser Saison bereits schneller als Pearson im Jahr 2014. Die 23-Jährige äußert sich voller Vorfreude: „Ich will so dicht wie möglich an meine Bestzeit heranlaufen. Es ist zwei Wochen vor der Hallen-WM, da sind wir alle gut in Schuss. Und wenn ich das laufe, dann ist es auch Meeting-Rekord. Ich freue mich auf meinen allerersten Start bei Istaf Indoor.“
Top-Feld mit internationalen Sprint-Stars
Meeting-Direktor Martin Seeber (61) zeigt sich begeistert von der hochkarätigen Besetzung: „Es ist das beste und schnellste Feld, das wir je hatten.“ Neben Kambundji sind auch Nadine Visser aus den Niederlanden und Pia Skrzyszowska aus Polen in diesem Jahr bereits unter dem alten Meeting-Rekord geblieben. Die deutsche Hoffnungsträgerin Rosina Schneider (21) mit einer Bestzeit von 7,96 Sekunden sagt: „Für mich ist das wie eine Mini-Europameisterschaft, eine Ehre, mit diesen schnellen Frauen zu rennen.“
Jerimiah Azu: Der schnellste Mann unter dem Hallendach
Das Publikum darf sich neben den 116 Athleten aus 27 Ländern auf eine weitere Sprint-Sensation freuen. Mit dabei ist Jerimiah Azu (23) aus Großbritannien, der als Welt- und Europameister über 60 Meter der aktuell schnellste Mann weltweit unter dem Hallendach ist (6,49 Sekunden). Azu kommentiert: „Ich bin wirklich aufgeregt, es bedeutet mir sehr viel, hier zu starten. Wenn ich auf der Bahn stehe, versuche ich, mir nicht so viel Druck zu machen, dann funktioniert es meistens.“
Berliner Nachwuchstalente im Aufwind
Neben den etablierten Top-Stars betreten zum ersten Mal Berlins größte Sprint-Talente die blaue Hallen-Bahn. Im 60-Meter-Feld sind die beiden Jüngsten, Philina Schwartz (19/Berlin Athletics) und Delisha Benelisa Domingos (16/TuS Lichterfelde), mehr als konkurrenzfähig. Schwartz schlug vor einer Woche die gesamte deutsche Sprint-Elite und wurde Deutsche Meisterin in fabelhaften 7,16 Sekunden – sie könnte beim Istaf sogar für einen Heimsieg sorgen. Domingos (7,41) greift den deutschen U18-Rekord an, der bei 7,36 Sekunden liegt.
Schnell wird es in Berlin auf alle Fälle – das verspricht ein unvergesslicher Abend voller Spannung und Rekordjagd in der Uber Arena.



