Istaf Indoor Berlin: Ogunleye und Mihambo erleiden Niederlagen vor WM-Pause
Istaf Indoor: Ogunleye und Mihambo geschlagen

Berliner Istaf Indoor: Deutsche Leichtathletik-Stars vor WM-Pause geschlagen

Die WM-Generalprobe verlief für zwei deutsche Leichtathletik-Größen beim traditionsreichen Istaf Indoor in der Berliner Uber Arena nicht nach Wunsch. Sowohl Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye als auch Weitsprung-Olympiasiegerin Malaika Mihambo mussten sich mit Platzierungen hinter dem Podest beziehungsweise einer knappen Niederlage zufriedengeben.

Ogunleye deutlich hinter persönlicher Bestleistung

Yemisi Ogunleye, die 27-jährige Mannheimerin, die vor einer Woche noch mit einer persönlichen Hallenbestweite von 20,37 Metern den deutschen Meistertitel in Dortmund geholt hatte, kam in Berlin nur auf 19,08 Meter. Damit belegte sie den dritten Platz und verpasste deutlich ihre eigene Bestmarke. Die klare Siegerin war die niederländische Freiluft-Weltmeisterin Jessica Schilder, die mit 20,69 Metern nicht nur gewann, sondern Ogunleye auch den Meetingrekord in der Uber Arena abnahm.

Mihambos enttäuschende Hallensaison endet mit Niederlage

Für Malaika Mihambo, die 32-jährige Olympiasiegerin von Tokio 2021, endete die kurze Hallensaison mit einer denkbar knappen Niederlage. Sie sprang 6,57 Meter und musste sich der Niederländerin Pauline Hondema geschlagen geben, die bei gleicher Weite den besseren zweiten Versuch vorweisen konnte. Damit verpasste Mihambo ihren sechsten Sieg in Berlin. „Viel Potenzial, aber im Wettkampf wenig davon entfaltet“, resümierte die zweimalige Weltmeisterin enttäuscht. „Für mich war die ganze Hallensaison nicht so, wie ich mir das erhofft habe. Da ist auf jeden Fall noch viel im Tank.“ Fünf Tage nach ihrem neunten deutschen Hallentitel in Dortmund fand die Athletin auch vor 12.000 Zuschauern in Berlin nicht zu ihrer gewohnten Form. An der anstehenden Hallenweltmeisterschaft in Polen wird Mihambo nicht teilnehmen.

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Weitere Ergebnisse aus der Uber Arena

Im Sprintbereich gab es ebenfalls bemerkenswerte Entwicklungen:

  • Die erst 19-jährige deutsche 60-Meter-Meisterin Philina Schwartz musste sich nach einem Vorlaufsieg im Finale mit Rang vier und einer Zeit von 7,27 Sekunden begnügen. Siegerin wurde die Kanadierin Sade McCreath in 7,12 Sekunden.
  • Im ersten Vorlauf der Sprinter mit deutschen Assen wie Hallenmeister Owen Ansah sorgte ein technischer Defekt für chaotische Verhältnisse: Es gab sechs Fehlstarts mit zwei daraus resultierenden Disqualifikationen.
  • Das 60-Meter-Finale der Männer gewann der britische Hallenweltmeister Jeremiah Azu mit einem neuen Meetingrekord von 6,47 Sekunden. Die deutschen Sprinter blieben dabei chancenlos.

Insgesamt zeigte das Istaf Indoor in Berlin damit eine durchwachsene Leistung der deutschen Leichtathletik-Elite kurz vor der Hallenweltmeisterschaft. Während einige internationale Konkurrentinnen bereits in Topform aufliefen, blieben die deutschen Hoffnungsträgerinnen hinter ihren Möglichkeiten zurück.

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