Die hochfavorisierten Chinesinnen haben bei der Tischtennis-WM in London ihren 24. Mannschaftstitel der Frauen gewonnen. Im Finale gegen Japan, das zuvor die deutsche Mannschaft ausgeschaltet hatte, setzte sich China mit einem knappen 3:2 durch. Damit feierte das Team um die Weltranglistenerste Sun Yingsha den siebten WM-Titel in Folge.
Zittersieg für China
Japan, das im Halbfinale gegen Deutschland mit 3:0 gewonnen hatte, forderte die Chinesinnen bis zur letzten Minute heraus. Zweimal lagen die Japanerinnen in Führung, doch Sun Yingsha glich beide Male aus. Die Weltranglistenzweite Wang Manyu verwandelte schließlich nach über drei Stunden den Siegpunkt. Für Japan war es die sechste Finalniederlage gegen China in Folge. Der letzte WM-Titel der Japanerinnen liegt 55 Jahre zurück (1971).
Deutschland im Halbfinale ausgeschieden
Das deutsche Team um Sabine Winter hatte sich durch den Einzug ins Halbfinale die vierte WM-Medaille der Nachkriegsgeschichte gesichert. Gegen Japan gab es jedoch eine 0:3-Niederlage. Rumänien holte Bronze nach einer 0:3-Niederlage gegen China.
Männer-Finale: China gegen Japan
Im Anschluss an das Frauen-Finale steht das Männer-Endspiel zwischen China und Japan an (17:00 Uhr). China will nach dem Ende seiner 26-jährigen Siegesserie in der Vorrunde (Niederlagen gegen Südkorea und Schweden) den 24. WM-Titel und das 21. Double holen. Japan hofft auf den ersten WM-Triumph seit 1969.
Im Halbfinale hatte China Frankreich mit 3:1 besiegt, Japan setzte sich mit 3:0 gegen Taiwan durch.



