Kenia feiert Marathon-Weltrekordler Sawe mit Jubel und Tänzen
Kenia feiert Marathon-Weltrekordler Sawe

Kenia hat seinen Marathon-Weltrekordler Sabastian Sawe nach dessen historischem Lauf begeistert empfangen. Am Flughafen in Nairobi wurde dem 27-Jährigen ein Blätterkranz umgehängt, der den Sieg symbolisiert. Tänzerinnen und Tänzer feierten seine Ankunft mit traditionellen Tänzen.

Präsident Ruto: „Größter Meilenstein der Menschheit“

Präsident William Ruto empfing Sawe und überreichte ihm 61.000 US-Dollar sowie ein Auto. In seiner Rede sagte Ruto: „Was unser Sabastian Sawe am vergangenen Wochenende auf den Straßen Londons mit einem Marathonlauf unter zwei Stunden erreicht hat, ist nicht nur ein sportlicher Triumph. Es ist ein entscheidender Moment in der Geschichte der menschlichen Ausdauer.“ Er verglich die Leistung mit der ersten Mondlandung von Neil Armstrong 1969 und bezeichnete sie als einen der „größten Meilensteine“ der Menschheit.

Historischer Rekord in London

Sawe unterbot am Sonntag als erster Mensch in einem offiziellen Wettbewerb die magische Marathon-Marke von zwei Stunden. Mit einer Zeit von 1:59:30 Stunden über 42,195 Kilometer schrieb er Sportgeschichte. Der bisherige Rekord seines Landsmanns Kelvin Kiptum aus dem Oktober 2023 wurde um 65 Sekunden unterboten. Kiptum war im Februar 2024 bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Sawe erklärte der US-Nachrichtenagentur Associated Press, dass er versuchen werde, „den Rekord weiter zu verbessern“.

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Stolze Eltern hatten Vorahnung

Sawe Eltern berichteten stolz von seiner Kindheit. Mutter Emily Sawe erzählte, wie er zum Baden sprintete: „Er rannte viel zu schnell. Da sagte ich mir: Dieser Junge wird eines Tages für mich strahlen.“ Vater Simion Kiplagat Sawe verfolgte den Lauf angespannt: „In dem Moment, als mein Sohn nach vorn zog, bin ich rausgegangen und habe ihn nicht ins Ziel laufen sehen. Ich habe mir danach die Wiederholung angeschaut. Ich war so glücklich, extrem glücklich.“

Dominanz Kenias im Marathon

Sportminister Salim Mvurya bezeichnete die Leistung als „einen Sieg für Kenia“. Präsident Ruto sagte zu Sawe: „Du warst für Großes bestimmt. Dein Sieg setzt zudem Kenias stolze und ungebrochene Dominanz im Marathonlauf fort.“

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