Doppelter Triumph für Rostocker Leichtathletin
Innerhalb von nur sieben Tagen hat die Rostockerin Maria Schnemilich ihren zweiten deutschen Hallenmeistertitel bei den U20-Meisterschaften errungen. Nach ihrem Sieg im Mehrkampf krönte sich die Athletin des 1. LAV nun auch zur deutschen U20-Hallenmeisterin im Weitsprung. Der Wettbewerb fand in Sindelfingen statt und bescherte der Nachwuchssportlerin einen beeindruckenden Erfolg.
Persönliche Bestleistung bringt den Sieg
Mit einer sensationellen Weite von 6,16 Metern setzte sich Maria Schnemilich gegen die Konkurrenz durch und verbesserte ihre persönliche Bestmarke um sieben Zentimeter. Die Rostockerin zeigte dabei eine bemerkenswerte Konstanz: Drei ihrer vier gesprungenen Weiten hätten für den Titelgewinn ausgereicht. Bereits im ersten Versuch übernahm sie mit 5,99 Metern die Führung, steigerte sich im vierten Durchgang auf 6,11 Meter und toppte diese Leistung wenig später mit dem Siegssprung.
„Ich bin einfach nur mega glücklich. Über die Bestleistung über die Hürden hatte ich mich schon sehr gefreut und jetzt die 6,16 Meter waren einfach unglaublich. Ich freue mich, die sechs Meter von vergangener Woche bestätigt zu haben, und natürlich auch über den Titel“, kommentierte die überglückliche Athletin ihren Erfolg.
Weitere Erfolge für Mecklenburg-Vorpommern
Neben Schnemilich konnten weitere Athleten aus Mecklenburg-Vorpommern Medaillen erringen. Emily Scherf vom SC Neubrandenburg holte mit persönlicher Bestleistung von 16,43 Metern Gold im Kugelstoßen und sicherte sich zudem mit 48,78 Metern Silber im Diskuswurf. Im Weitsprung der U20 erreichte Ahiandjipe Leoniel Octavianus vom Schweriner SC mit 7,22 Metern den zweiten Platz.
In der U18-Kategorie errang John-Christian Schochardt vom SC Neubrandenburg Silber im Diskuswurf mit 58,60 Metern, während sein Vereinskollege Johannes Kunkel mit 52,92 Metern Bronze gewann. Theo Hielscher vom TSV 1860 Stralsund verpasste als Vierter über 800 Meter in 1:55,23 Minuten knapp eine Medaille.
Vielseitige Leistungen der Doppelmeisterin
Maria Schnemilich bewies bei den Meisterschaften ihre Vielseitigkeit: Neben ihrem Weitsprung-Titel erreichte sie über 100 Meter Hürden das Finale und belegte in 8,58 Sekunden den sechsten Platz. Im Zwischenlauf hatte sie sogar 8,43 Sekunden erreicht. Die junge Athletin zeigte sich überrascht von ihrem Doppelerfolg: „Das ist etwas ganz Besonderes. Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich nach dem Fünfkampf-Titel auch hier noch gewinnen kann.“
Mit ihrem zweiten Gold innerhalb einer Woche positioniert sich Maria Schnemilich als eine der vielversprechendsten Nachwuchsathletinnen Deutschlands. Ihre Trainingskameradin Kimberly Opitz belegte im Weitsprung mit 5,97 Metern den zweiten Platz hinter der neuen Meisterin.



