Mihambo verpasst knapp sechsten ISTAF-Sieg in spektakulärem Weitsprung-Finale
In einem atemberaubenden und äußerst knappen Weitsprung-Finale beim ISTAF Indoor in Berlin hat die deutsche Olympiasiegerin Malaika Mihambo ihren sechsten Sieg bei diesem prestigeträchtigen Meeting nur hauchdünn verpasst. Die 32-jährige Athletin belegte mit einer Weite von 6,57 Metern den zweiten Platz und egalisierte damit ihre eigene Hallen-Saisonbestleistung, die sie erst vor einer Woche bei den deutschen Meisterschaften in Dortmund aufgestellt hatte.
Millimeterentscheidung zugunsten von Pauline Hondema
Den Sieg sicherte sich die Niederländerin Pauline Hondema, die ebenfalls auf exakt 6,57 Meter sprang. Die Entscheidung fiel aufgrund des besseren zweitbesten Versuchs der Konkurrentin. Auf dem dritten Platz landete die Schweizerin Annik Kälin mit 6,56 Metern. Damit lagen die ersten drei Springerinnen innerhalb von nur einem Zentimeter beieinander – ein seltenes und äußerst spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen.
Der Wettkampfverlauf war besonders dramatisch: Nach den ersten drei Durchgängen befand sich Mihambo überraschend auf dem achten und damit letzten Platz. Mit ihrem vierten Sprung auf 6,57 Meter übernahm sie jedoch zwischenzeitlich die Führung. Hondema konterte im gleichen Versuch mit derselben Weite und bestätigte diese Leistung im fünften Durchgang erneut. Mihambo gelang es in den verbleibenden Versuchen nicht mehr, nachzulegen und die Führung zurückzuerobern.
Mihambo beendet Hallensaison nach ISTAF
Bereits vor dem Wettkampf hatte die deutsche Weitsprung-Ikone angekündigt, ihre Hallensaison nach dem ISTAF Indoor zu beenden. Sie begründete diese Entscheidung damit, dass sie sich "körperlich nicht ganz da" fühle und ihren Fokus nun vollständig auf die bevorstehende Freiluftsaison legen wolle. Einen Start bei der Hallen-Weltmeisterschaft im polnischen Torun vom 20. bis 22. März hatte sie bereits zuvor ausgeschlossen.
An ihren eigenen Meetingrekord von 7,07 Metern, den sie beim ISTAF Indoor aufgestellt hatte, kam Mihambo bei diesem Wettkampf nicht heran. Dennoch zeigt die konstante Leistung auf hohem Niveau, dass die Athletin trotz der körperlichen Einschränkungen wettkampffähig bleibt und sich für die Outdoor-Saison in Position bringen kann.



