Malaika Mihambo verpasst sechsten Istaf-Sieg denkbar knapp
Die kurze Hallensaison von Malaika Mihambo fand beim Istaf Indoor in Berlin ein unerwartetes Ende. Die 32-jährige Olympiasiegerin von 2021 musste sich in der Uber Arena mit einer hauchdünnen Niederlage begnügen und verpasste damit ihren sechsten Sieg bei diesem traditionsreichen Hallen-Sportfest.
Weitengleiche Entscheidung zugunsten der Niederländerin
Mihambo erzielte in ihrem besten Sprung eine Weite von 6,57 Metern – exakt dieselbe Distanz, mit der sie nur fünf Tage zuvor in Dortmund ihren neunten deutschen Hallen-Titel gewonnen hatte. Doch diesmal reichte es nicht für den Sieg. Die Niederländerin Pauline Hondema sprang ebenfalls 6,57 Meter, konnte jedoch mit ihrem besseren zweiten Versuch die Entscheidung für sich entscheiden.
Die Schweizerin Annik Kälin komplettierte das Podest mit einer Weite von 6,56 Metern und landete damit nur einen Zentimeter hinter den beiden Führenden. Vor rund 12.000 Zuschauern in der Berliner Arena zeigte sich, dass Mihambo nicht an ihr gewohntes Spitzenniveau anknüpfen konnte.
Keine Teilnahme an Hallen-Weltmeisterschaften
Mit diesem Wettkampf beendet die zweimalige Weltmeisterin ihre Hallensaison vorzeitig. Wie bereits bekannt gegeben, wird Mihambo nicht an den Hallen-Weltmeisterschaften in zwei Wochen in Polen teilnehmen. Damit konzentriert sie sich vollständig auf die Vorbereitung für die kommende Freiluftsaison.
Im vierten Durchgang eröffnete Mihambo als Letzte und sprang mit ihrer Bestweite zunächst an die Spitze des Feldes. Doch Hondemas konstantere Leistung über alle Versuche hinweg brachte am Ende den entscheidenden Vorteil.
Deutsche Nachwuchshoffnung verpasst Podest
Bei den Sprintern sorgte die erst 19-jährige deutsche 60-Meter-Meisterin Philina Schwartz für Aufmerksamkeit. Nach einem überzeugenden Vorlaufsieg musste sie sich im Finale mit 7,27 Sekunden und dem vierten Platz begnügen. Die Kanadierin Sade McCreath sicherte sich den Sieg in 7,12 Sekunden.
Besonders dramatisch gestaltete sich der erste Vorlauf der Sprinter, in dem es aufgrund eines technischen Defekts zu sechs Fehlstarts kam. Zwei Athleten wurden dabei disqualifiziert. Im Finale setzte sich der britische Hallen-Weltmeister Jeremiah Azu mit einem Meetingrekord von 6,47 Sekunden durch, während die deutschen Starter chancenlos blieben.
Weltjahresbestzeit über 60 Meter Hürden
Ein besonderes Highlight des Abends lieferte der Pole Jakub Szymanski. Über 60 Meter Hürden lief er nicht nur einen neuen Meetingrekord von 7,37 Sekunden, sondern egalisierte damit auch die aktuelle Weltjahresbestzeit. Diese Leistung unterstrich die internationale Klasse des Berliner Hallenmeetings.
Für Malaika Mihambo bedeutet das Ergebnis beim Istaf Indoor zwar das Ende ihrer Siegesserie in dieser Halle, doch die Olympiasiegerin kann auf eine solide Hallensaison zurückblicken. Mit dem deutschen Meistertitel in der Tasche und einer konstanten Leistung um die 6,57-Meter-Marke zeigt sie sich in guter Form für die anstehende Freiluftsaison.



