Ogunleye stößt sich mit Karrierebestleistung zum Hallentitel
Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye hat bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund erneut eindrucksvoll ihre Dominanz im Kugelstoßen unter Beweis gestellt. Die 27-jährige Athletin aus Mannheim sicherte sich mit einer herausragenden Weite von 20,37 Metern ihren dritten Hallentitel in Folge und verbesserte dabei ihre persönliche Bestmarke um zehn Zentimeter gegenüber dem Vorjahreswettbewerb am gleichen Ort.
Technikumstellung trägt Früchte
Im Vorfeld der Meisterschaften hatte Ogunleye über Anpassungen an ihrer Drehstoßtechnik gesprochen, die sich in Dortmund als äußerst erfolgreich erwiesen. Ihr fünfter und bester Versuch, den sie mit einem lauten Schrei begleitete, katapultierte sie an die Spitze des Feldes. „Unglaublich. Ich bin schwer reingekommen und war auch ein bisschen platt. Ich bin so froh, das war ein so schöner Wettkampf“, kommentierte die dreifache Hallenmeisterin ihren Triumph.
Medaillenhoffnung für Hallen-WM
Mit dieser Leistung festigt Ogunleye ihren Status als eine der wenigen deutschen Medaillenanwärterinnen für die anstehenden Hallen-Weltmeisterschaften in Polen in drei Wochen. Die Athletin, die bereits WM-Silber und EM-Silber unter Hallenbedingungen errungen hat, blickt mit großem Optimismus auf das kommende Großereignis. Auf Platz zwei landete Katharina Maisch mit einer Weite von 18,73 Metern, die ebenfalls die Norm für die Hallen-WM vom 20. bis 22. März übertroffen hat.
Männerkonkurrenz und bitteres Aus für Farken
Bei den Männern setzte sich der Münchner Georg Harpf mit einer persönlichen Bestleistung von 20,46 Metern deutlich durch. Der Dritte der U20-WM von 2024 verfehlte den 20 Jahre alten Meisterschaftsrekord von Ralf Bartels jedoch um knapp einen Meter.
Ein trübes Ende nahm der Wettkampfabend für den Leipziger Mittelstreckenläufer Robert Farken. Der WM-Sechste über 1.500 Meter musste das Rennen über 3.000 Meter nach etwa zwei Dritteln der Distanz verletzt abbrechen, nachdem er sich an den hinteren rechten Oberschenkel gegriffen hatte. Ein für Montag geplantes MRT soll nun Aufschluss über die genaue Diagnose bringen.
Weitere Titelentscheidungen
Den Titel über 3.000 Meter der Männer sicherte sich in einem hochklassig besetzten Feld Florian Bremm. Der deutsche Jahresbeste siegte in einer Zeit von 7:42,05 Minuten vor Hindernis-Rekordler Frederik Ruppert (7:46,81). Bei den Frauen triumphierte Nele Weßel mit 9:01,35 Minuten vor Vanessa Mikitenko (9:03,18), der Tochter der deutschen Marathon-Rekordlerin Irina Mikitenko.



