Äthiopische Läuferin Welteji für zwei Jahre gesperrt: Dopingverweigerung kostet WM-Silber
Die äthiopische Mittelstreckenläuferin Diribe Welteji, ehemalige Vizeweltmeisterin über 1500 Meter, ist wegen eines schwerwiegenden Verstoßes gegen die Anti-Doping-Bestimmungen für zwei Jahre gesperrt worden. Der Internationale Sportgerichtshof CAS gab am Donnerstag bekannt, dass die Sperre rückwirkend vom 8. Juli 2025 bis zum 30. Juni 2027 gilt. Diese Entscheidung hat weitreichende Konsequenzen für die Karriere der Athletin.
Verweigerung der Dopingkontrolle führt zu Sanktionen
Der CAS folgte damit teilweise einer Berufung der Athletics Integrity Unit des Weltverbandes World Athletics. Die AIU hatte ursprünglich eine vierjährige Sperre gefordert, nachdem die nationale Anti-Doping-Agentur Äthiopiens Welteji am 21. Mai 2025 beschuldigt hatte, eine unangekündigte Trainingskontrolle ohne triftigen Grund verweigert zu haben. Interessanterweise war die Läuferin nach einer Anhörung am 12. August zunächst freigesprochen worden, doch der CAS hob diese Entscheidung kurz vor der Weltmeisterschaft im vergangenen September auf.
Verlust der WM-Silbermedaille und persönlicher Bestzeit
Gemäß den CAS-Angaben werden alle Wettkampfergebnisse von Diribe Welteji seit dem 25. Februar 2025 annulliert. Dies bedeutet den Verlust ihrer Silbermedaille von den Hallen-Weltmeisterschaften 2025 in Nanjing. Die Olympia-Vierte von Paris, die zuletzt am 5. Juli 2025 in Eugene angetreten war und dort mit 3:51,44 Minuten ihre persönliche Bestzeit aufgestellt hatte, muss nun auch diese Leistung streichen lassen. Die Sperre markiert einen tiefen Einschnitt in die bisher erfolgreiche Karriere der äthiopischen Mittelstreckenspezialistin.
Die zweijährige Sperre unterstreicht die strikte Haltung der Sportgerichtsbarkeit gegenüber Verstößen gegen die Anti-Doping-Regeln, insbesondere bei der Verweigerung von Kontrollen. Dieser Fall zeigt deutlich, dass selbst etablierte Athleten mit bedeutenden Erfolgen bei Verstößen gegen die Integritätsregeln des Sports mit harten Sanktionen rechnen müssen. Die Entscheidung des CAS sendet ein klares Signal an die internationale Leichtathletik-Community.



