Die deutschen Sprintstaffeln haben am ersten Tag der World Relays in Gaborone, Botswana, starke Leistungen gezeigt. Allen voran die Männerstaffel um Owen Ansah, die mit einer Zeit von 37,67 Sekunden einen neuen deutschen Rekord aufstellte und sich damit das Ticket für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2027 in Peking sicherte.
Männerstaffel pulverisiert Rekord
Das Team bestehend aus Owen Ansah (Hamburger SV), Kevin Kranz (Sprintteam Wetzlar), Marvin Schulte (ASV Köln) und Lucas Ansah-Peprah (Hamburger SV) unterbot die alte Bestmarke von 37,97 Sekunden, die bei der EM 2022 in München aufgestellt worden war, um 0,30 Sekunden. Damit qualifizierte sich die Staffel nicht nur für das Finale am Sonntag, sondern löste auch das WM-Ticket für Peking. Insgesamt gab es vier WM-Tickets für die deutschen Staffeln.
Frauenstaffel überzeugt
Auch die Frauenstaffel um Gina Lückenkemper (SCC Berlin) zeigte sich in guter Form. Mit Sina Kammerschmitt (MTG Mannheim), Rebekka Haase (Sprintteam Wetzlar) und Sophia Junk (LG Rhein-Wied) lief sie eine Zeit von 42,44 Sekunden, die viertbeste Zeit des Vorlaufs. Damit qualifizierte sie sich ebenfalls für das Finale und die WM.
Mixed-Staffel mit starker Vorstellung
Im Mixed-Sprint über 4x100 Meter legten Yannick Wolf (Munich Athletics), Sophia Junk, Heiko Gussmann (Sprintteam Wetzlar) und Sina Kammerschmitt eine starke Zeit von 40,15 Sekunden vor. Nur Kanada (40,07) und Jamaika (39,99) waren schneller und verbesserten dabei den Weltrekord.
Langsprinter mit Herausforderungen
Die Langsprinter über 4x400 Meter hatten es schwerer. Das Mixed-Team und die Männerstaffel müssen am Sonntag im Hoffnungslauf antreten, um sich noch für die WM zu qualifizieren. Die Frauenstaffel über 4x400 Meter schaffte mit der achtbesten Zeit knapp den Einzug ins Finale und sicherte sich damit ebenfalls das WM-Ticket.
Bundestrainer zufrieden
Sprint-Bundestrainer Julian Reus zeigte sich zufrieden mit den Leistungen: „Unser Ziel ist es, in möglichst vielen Wettbewerben das WM-Ticket für Peking klarzumachen.“ In diesem Jahr steht die Europameisterschaft in Birmingham (10. bis 16. August) als großes Highlight an.



