Personeller Umbruch bei Aston Martin nach Formel-1-Fehlstart
Bei Aston Martin F1 kommt es nach dem desaströsen Saisonauftakt zu einem Führungswechsel. Wie der Motorsport-Berichterstattung zu entnehmen ist, wird Adrian Newey seine Position als Teamchef mit sofortiger Wirkung niederlegen. Der renommierte Techniker soll sich fortan wieder ausschließlich auf seine technischen Aufgaben konzentrieren, nachdem er erst Ende November zum Team Principal befördert worden war.
Nachfolge bereits geregelt
Bereits steht offenbar auch der Nachfolger für die vakante Position fest. Aston Martin soll Jonathan Wheatley, den aktuellen Teamchef bei Audi, abwerben. Wheatley, der erst seit zehn Monaten für das Audi-Formel-1-Projekt arbeitet, genießt im Fahrerlager hohes Ansehen und kennt Newey noch aus gemeinsamen Zeiten bei Red Bull Racing.
Technische Probleme mit dem AMR26
Der personelle Wechsel erfolgt vor dem Hintergrund massiver technischer Schwierigkeiten. Der unter Neweys Regie entwickelte Aston Martin AMR26, das erste komplett von ihm konzipierte Auto für das Team, zeigt in der neuen Saison erhebliche Mängel. Besonders die neue Honda-Werks-Powerunit für das Jahr 2026 bereitet dem Team große Probleme und trägt maßgeblich zum schlechten Saisonstart bei.
Komplexität des Wechsels
Wann genau Wheatley zu Aston Martin wechseln könnte, bleibt jedoch ungewiss. In der Formel 1 unterliegen Führungskräfte nach einer Kündigung üblicherweise einer Karenzzeit, dem sogenannten Gardening Leave. Diese verhindert, dass sie unmittelbar zu einem Konkurrenzteams wechseln und dort ihr Wissen einbringen können. Für Audi wäre der Verlust von Wheatley ein herber Rückschlag, da er als Schlüsselfigur für den Einstieg in die Königsklasse des Motorsports galt.
Die Entwicklungen bei Aston Martin zeigen, wie schnell sich die Dynamik in der Formel 1 ändern kann. Innerhalb weniger Monate wurde Newey befördert und muss nun bereits wieder eine Position räumen, während das Team versucht, durch personelle Veränderungen die technischen Defizite zu überwinden und die Saison zu retten.



