Formel-1-Rennen in Bahrain wackelt: Millionen-Poker um mögliche Absage
Formel-1-Rennen in Bahrain: Millionen-Poker um Absage

Formel-1-Rennen in Bahrain wackelt: Millionen-Poker um mögliche Absage

Max Verstappen (28/Red Bull) bei den Tests in Bahrain im Februar. Foto: picture alliance/Eibner-Pressefoto. Matthias Marburg, 12.03.2026 - 09:26 Uhr.

Findet er statt oder wird er abgesagt? Das Tauziehen um den Grand Prix von Bahrain, geplant für den 12. April, geht weiter. Hintergrund ist der anhaltende Krieg im Nahen Osten – auch Bahrain wurde von iranischen Raketen und Drohnen angegriffen.

Angriffe auf kritische Infrastruktur

Getroffen wurden dabei ein Wohnhaus und das Crowne Plaza Manama, das Teamhotel von Williams bei Veranstaltungen in Bahrain. Darüber hinaus gab es Einschläge in einem Wasserentsalzungswerk und einem Ölfeld, mehrere Menschen wurden verletzt. Dutzende Mullah-Geschosse wurden abgeschossen, bevor sie größeren Schaden anrichten konnten.

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Sollte die Auseinandersetzung anhalten, kann das Rennen nicht stattfinden. Sollte es Frieden oder einen Waffenstillstand geben, könnte gefahren werden. Aber wie lange wollen die Beteiligten mit einer Entscheidung warten? Aus dem Fahrerlager der Formel 1 heißt es: Am 20. März muss ein Beschluss gefasst werden. Danach ist es logistisch nicht mehr möglich, Personal und Material rechtzeitig in den Golfstaat zu bringen.

Finanzielles Tauziehen hinter den Kulissen

Aktuell geht man im Fahrerlager der Formel 1 von einer Absage aus. Entscheidend ist dabei aber die Frage, wer den Grand Prix streicht. Trifft der Veranstalter die Entscheidung, bleibt er auf den Kosten sitzen. Jeder Grand Prix kostet Bahrain geschätzte 40 Millionen Dollar, umgerechnet 34,7 Millionen Euro. Sagt hingegen die Formel 1 ab, muss der bahrainische Veranstalter die Ausrichter-Gebühr nicht bezahlen.

Angeblich verhandeln beide Seiten gerade über einen finanziellen Kompromiss. Was aus dem folgenden Rennen in Jeddah, Saudi-Arabien, geplant für den 19. April, wird, ist ebenfalls noch offen. Hinter den Kulissen sollen die Saudis heftige Lobby-Arbeit betreiben. Angeblich bieten sie eigene Flüge für alle Beteiligten an.

Sicherheitsbedenken und logistische Herausforderungen

Bei Angriffen der jemenitischen Houthi-Terroristen auf ein Öllager in der Nähe der Strecke im Jahr 2022 betonten die Veranstalter die Wirksamkeit des Luft- und Raketenabwehr-Systems rund um die Strecke. Schwer vorstellbar, dass das die Protagonisten in der Königsklasse des Motorsports überzeugt. Dazu kommen logistische Probleme. Ohne den Stopp in Bahrain ist es kaum möglich, das Material pünktlich nach Saudi-Arabien zu verschiffen.

Sollte eines der Rennen oder auch beide abgesagt werden, wird es keinen Ersatz geben. Die TV-Verträge der Formel 1 garantieren eine Mindestanzahl von 22 Rennen. Ohne Bahrain und Saudi-Arabien wären es genau 22.

Nächster Grand Prix: Der Große Preis von China in Shanghai, Sonntag, 8 Uhr, Sky und RTL live, Liveticker bei BILD.de.

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