Formel 1 streicht Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien aufgrund von Sicherheitsbedenken
Formel 1 sagt Bahrain- und Saudi-Arabien-Rennen ab

Formel 1 streicht Wüstenrennen: Bahrain und Saudi-Arabien fallen aus

Die Formel 1 hat eine schwerwiegende Entscheidung getroffen und die für April geplanten Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt. Grund dafür sind erhebliche Sicherheitsbedenken, die durch den anhaltenden Iran-Krieg ausgelöst wurden. Die Königsklasse teilte diese Maßnahme am späten Samstagabend mit und schaffte damit klare Fakten für die anstehende Saison.

Fünfwöchige Rennpause nach Japan

Durch die Absage der beiden Veranstaltungen ergibt sich eine ungewöhnlich lange Unterbrechung im Rennkalender. Nach dem dritten Saisonlauf am 29. März in Japan folgt eine fünfwöchige Pause, bevor die Formel 1 erst wieder am 3. Mai in Miami auf die Strecke zurückkehrt. Insgesamt schrumpft der WM-Kalender damit von ursprünglich 24 auf nun nur noch 22 Rennen.

Stefano Domenicali, der Chef der Formel 1, bezeichnete die Entscheidung als „schwierig“, aber unter den gegebenen Umständen als notwendig. „Angesichts der aktuellen Lage im Nahen Osten ist dies leider die richtige Maßnahme zum jetzigen Zeitpunkt“, erklärte er. Auch Mohammed bin Sulayem, Präsident des Automobil-Weltverbands FIA, unterstützte diesen Schritt und betonte, dass „die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Community und unserer Kollegen stets an erste Stelle stehen“.

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Historischer Kontext der Absagen

Es handelt sich um die ersten Rennabsagen in der Formel 1 seit drei Jahren. Zuletzt musste 2023 der Große Preis der Emilia-Romagna in Imola aufgrund schwerer Regenfälle abgesagt werden. Die aktuelle Entscheidung ist jedoch von besonderer Tragweite, da beide Strecken bereits in der Vergangenheit mit Sicherheitsproblemen konfrontiert waren:

  • Das Bahrain-Rennen wurde bereits 2011 wegen politischer Unruhen abgesagt.
  • 2022 beschossen Huthi-Rebellen eine Raffinerie in der Nähe der Rennstrecke im saudi-arabischen Dschidda, obwohl das Rennwochenende damals fortgesetzt wurde.

Noch im Februar hatte die Formel 1 Testfahrten auf dem Bahrain International Circuit durchgeführt, was die plötzliche Entwicklung unterstreicht.

Hintergrund: Eskalation im Nahen Osten

Die Sicherheitsbedenken resultieren aus der jüngsten Eskalation des Iran-Konflikts. Ende Februar starteten die USA und Israel Luftangriffe auf den Iran, bei denen der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet wurden. Teheran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region.

Von diesen Angriffen waren unter anderem auch Saudi-Arabien und die bahrainische Hauptstadt Manama betroffen, was die Formel 1 zu ihrer vorsorglichen Entscheidung bewog. Die Organisation betonte, man sei „nach sorgfältiger Prüfung und aufgrund der anhaltenden Lage im Nahen Osten“ zu diesem Ergebnis gekommen.

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