Peinliche Panne bei Formel-1-Siegerehrung in Shanghai
Der 19-jährige Mercedes-Pilot Kimi Antonelli wird seinen ersten Formel-1-Sieg nie vergessen – allerdings nicht nur wegen des sportlichen Triumphs. Beim Großen Preis von China in Shanghai dominierte der Italiener das Rennen von der Pole Position aus und kam mit über fünfeinhalb Sekunden Vorsprung auf Teamkollege George Russell ins Ziel. Damit wurde Antonelli mit 19 Jahren und 202 Tagen zum zweitjüngsten Grand-Prix-Sieger aller Zeiten, nur Max Verstappen war mit 18 Jahren und 228 Tagen jünger.
Falsche Namensansage beim Podiumsaufstieg
Doch der historische Moment wurde von einer peinlichen Panne überschattet. Als Antonelli nach Lewis Hamilton und George Russell das Podium betrat, kündigte ihn der Streckensprecher über Mikrofon als „Kimi ... Räikkönen“ an. Nahaufnahmen zeigten deutlich, wie das Lächeln des jungen Italieners auf dem Weg zum Treppchen gefror. Die Verwechslung mit dem finnischen Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen sorgte für ungläubige Blicke und verbreitete sich innerhalb kürzester Zeit in den sozialen Medien.
Obwohl Antonelli sichtlich irritiert war, feierte er seinen Sieg anschließend ausgelassen. Videos der Siegesfeier, die unter anderem vom Mercedes-Team gepostet wurden, wurden zehntausendfach geteilt und kommentiert. Die Namensverwechslung entwickelte sich zum ungewollten Hauptthema rund um den ersten Karrieresieg des Nachwuchstalents.
Der Unterschied zwischen den beiden Kimis
Kimi Räikkönen bleibt in der Formel-1-Szene natürlich der bekanntere Name. Der Finne gewann 2007 im Ferrari den Weltmeistertitel, holte in seiner Karriere 21 Rennsiege bei 349 Starts und trat erst 2021 aus der Königsklasse des Motorsports zurück. Viele Fans vermuteten daher, dass Kimi Antonelli von seinen Eltern nach dem finnischen Champion benannt wurde – doch diese Annahme ist falsch.
Der vollständige Name des Mercedes-Piloten lautet Andrea Kimi Antonelli. Von Freunden und Familie wird er Andrea genannt. In einem Interview mit der BBC erklärte er die Herkunft seines Zweitnamens: „Meine Eltern wollten mir einen zweiten Namen geben, der gut zum Vornamen und Nachnamen passt, aber keinen zweiten italienischen Namen. Ein sehr guter Freund schlug den Namen vor, und meine Eltern waren begeistert. So habe ich ihn bekommen.“
Die peinliche Verwechslung bei der Siegerehrung zeigt, dass Antonelli trotz seines beeindruckenden Debüterfolgs noch nicht den gleichen Bekanntheitsgrad wie sein Namensvetter erreicht hat. Doch nach diesem dominanten Sieg in Shanghai dürfte sich das bald ändern.



