Mick Schumacher kämpft weiter mit schwerem IndyCar-Start
Der Sohn des Formel-1-Rekordweltmeisters Michael Schumacher muss in seiner ersten IndyCar-Saison weiter auf den ersehnten Befreiungsschlag warten. Bei der dritten Weltmeisterschaftsstation in Arlington im US-Bundesstaat Texas belegte Mick Schumacher am Samstag nur den enttäuschenden 22. Platz und setzte damit eine Serie von Rückschlägen fort.
Durchfahrtsstrafe wirft Schumacher zurück
Der 26-jährige Deutsche im Honda des RLL-Teams wurde bereits in der Startphase des Rennens durch eine entscheidende Durchfahrtsstrafe zurückgeworfen. Grund war ein Zwischenfall, bei dem Schumacher den McLaren-Chevrolet seines Konkurrenten Christian Lundgaard umdrehte. Diese Strafe verhinderte frühzeitig jede Chance auf ein besseres Ergebnis in dem Stadtrennen, das aufgrund einer akuten Sturmwarnung sogar eine Stunde früher als ursprünglich geplant gestartet worden war.
Dritte Enttäuschung in junger Saison
Für Schumacher handelt es sich bereits um das dritte unbefriedigende Ergebnis in der noch jungen IndyCar-Saison 2026:
- Beim Saisonauftakt in St. Petersburg, Florida, schied der Deutsche bereits in der ersten Runde nach einem unverschuldeten Unfall komplett aus.
- In der Vorwoche auf dem anspruchsvollen Ovalkurs in Phoenix, Arizona, erreichte er lediglich Rang 18.
- Nun folgte mit Platz 22 in Arlington die nächste herbe Enttäuschung für den ambitionierten Piloten.
Der Tagessieg bei dem turbulenten Rennen in Texas ging an den US-amerikanischen Fahrer Kyle Kirkwood, der sich unter schwierigen Wetterbedingungen durchsetzen konnte. Die nächste Gelegenheit für Schumacher, die Negativserie zu durchbrechen, bietet sich bereits Ende März vom 27. bis 29. des Monats beim Rennen in Birmingham, Alabama.
Historische Bedeutung für deutschen Motorsport
Mick Schumacher ist nach seinen Stationen in der Formel 1 und zuletzt in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) der erste deutsche IndyCar-Pilot seit mehr als zwei Jahrzehnten. Der letzte Deutsche in der prestigeträchtigen US-Rennserie vor ihm war Timo Glock im Jahr 2005. Schumachers Wechsel in die amerikanische Rennszene wurde daher mit großer Aufmerksamkeit begleitet, doch die ersten Ergebnisse lassen bisher auf sich warten.
Experten betonen, dass die Umstellung von europäischen auf amerikanische Rennserien mit ihren unterschiedlichen Streckenprofilen, Fahrzeugcharakteristika und Renntaktiken erfahrungsgemäß Zeit benötigt. Dennoch wächst mit jedem enttäuschenden Ergebnis der Druck auf den jungen Deutschen, der nicht nur den berühmten Namen trägt, sondern auch eigene ambitionierte Ziele in der Motorsportwelt verfolgt.



