Verstappens Wutausbruch: Formel 1 fühlt sich wie Mario Kart an
Verstappen: Formel 1 fühlt sich wie Mario Kart an

Verstappens Frust: Formel 1 wird zum Mario-Kart-Spektakel

Der vierfache Formel-1-Weltmeister Max Verstappen (28) hat nach seinem vorzeitigen Aus beim Großen Preis von China einen bemerkenswerten Wutausbruch hingelegt. Zehn Runden vor Schluss musste der Niederländer seinen Red Bull abstellen – und nutzte die anschließenden Pressekonferenzen für eine schonungslose Abrechnung mit dem aktuellen Zustand der Königsklasse des Motorsports.

Ein katastrophales Wochenende für Red Bull

„Es war einfach ein sehr schlechtes Wochenende für uns“, erklärte der sichtlich frustrierte Verstappen. Schon der Start sei erneut problematisch gewesen, genau wie am Vortag beim Sprintrennen. Das gesamte Rennen sei geprägt gewesen von viel Graining, keiner Möglichkeit zum Pushen, schrecklichem Tempo und einer miserablen Balance. „Alles war schlecht“, fasste der Weltmeister knapp zusammen.

Besonders ärgerlich: Die fehlende Leistung. „In Melbourne hatte ich keine Batterie, und hier ist es im Grunde ein ähnliches Problem. Ich habe einfach keine Leistung“, so Verstappen. Schon beim Losfahren merke er den Leistungsmangel: „Sobald ich die Kupplung loslasse, ist der Motor nicht da. Ich habe einfach keine Power.“

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Kampf mit ehemaligen Verlierer-Teams

Noch frustrierender war für den sonst dominierenden Red-Bull-Piloten die Tatsache, dass er diesmal nicht um Podiumsplätze oder Siege kämpfte, sondern teilweise mit Teams wie Haas und Alpine. Teams, die in den vergangenen Jahren selten Punkte einfuhren, konnten nun nicht mehr überholt werden. „Dieses Wochenende war besonders schlecht“, räumte Verstappen ein.

Trotz der Enttäuschung betonte er die Anstrengungen seines Teams: „Alle arbeiten hart und sind genauso frustriert wie ich. Natürlich wollen wir besser sein – hoffentlich können wir schon in Japan ein bisschen besser aussehen.“

„Diese Formel 1 ist schrecklich“

Noch deutlicher wurde der Weltmeister bei seiner Bewertung des aktuellen Rennbetriebs. Auf die Frage, wie ihm das Rennen generell gefallen habe, antwortete er knallhart: „Schrecklich. Wirklich schrecklich.“ Wer das gut finde, „weiß nicht, worum es beim Rennsport geht“.

Für Verstappen fühlt sich das aktuelle System mit Energie-Boost und Batterie-Management absurd an: „Du ziehst mit Boost vorbei, dann geht dir auf der nächsten Geraden die Batterie aus und der andere zieht wieder vorbei. Für mich ist das ein Witz.“ Was für Fans spektakulär wirken mag, sei aus dem Cockpit betrachtet völlig anders: „Es macht überhaupt keinen Spaß. Es ist wie Mario Kart. Das ist kein Racing.“

Kritik unabhängig von der Position

Verstappen betonte, dass seine Kritik nichts damit zu tun habe, dass er diesmal weiter hinten unterwegs war: „Ich würde das auch sagen, wenn ich selbst die Rennen gewinnen würde, weil mir das Racing-Produkt wichtig ist.“ Genau deshalb fordert er grundlegende Änderungen.

Der Weltmeister hält das aktuelle Konzept für fehlerhaft und spricht sich sogar für eine Rückkehr zu V8-Motoren aus: „Ja, aber ich sehe nicht, dass das schon nächstes Jahr passiert. Im Moment ist es einfach schmerzhaft.“

Warnung vor der Zerstörung des Sports

Verstappen hofft, dass die Verantwortlichen in der Formel 1 seine Kritik ernst nehmen: „Wenn die Rechteinhaber das Ganze nur als Produkt sehen und es ihnen reicht, dass die Leute zuschauen, dann würde das den Sport irgendwann zerstören“, warnte er.

Gespräche mit der FIA und der Formel 1 gebe es zwar, doch es sei schwierig, weil nicht alle Teams die gleichen Interessen hätten. Einige profitieren aktuell vom System – und geben diesen Vorteil natürlich nicht freiwillig auf. Verstappen glaubt außerdem, dass die Fahrer stärker einbezogen werden sollten: „Eigentlich hätte man schon 2023 auf uns hören müssen, um das kommen zu sehen. Leider ist das nicht passiert.“

Der Weltmeister bleibt damit nicht nur seiner Linie treu, sondern setzt mit seiner deutlichen Kritik ein klares Signal an die Verantwortlichen der Formel 1. Ob seine Warnungen Gehör finden, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

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