Verstappen hinterfragt Formel-1-Karriere: „Lohnt es sich noch?“
Verstappen hinterfragt Formel-1-Karriere

Verstappen stellt Formel-1-Zukunft in Frage

Der viermalige Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hat nach dem Großen Preis von Japan seine weitere Laufbahn in der Königsklasse des Motorsports offengelassen. In einem emotionalen Interview mit BBC Radio 5 Live äußerte der Niederländer tiefgreifende Zweifel, ob er den Sport noch weiterführen möchte.

„Ich habe keinen Spaß mehr“

„Ich habe keinen Spaß mehr an der ganzen Sache“, gestand Verstappen nach seinem enttäuschenden achten Platz in Suzuka. Auf die direkte Frage, ob er sich einen Abschied zum Saisonende vorstellen könne, antwortete der Red-Bull-Pilot ausweichend: „Genau das meine ich. Ich denke über alles hier im Fahrerlager nach.“

Privat sei er „sehr glücklich“, betonte der 28-Jährige. Doch angesichts des straffen Rennkalenders mit 22 Veranstaltungen pro Jahr stellt sich Verstappen fundamentale Fragen: „Lohnt es sich? Oder genieße ich es mehr, zu Hause bei meiner Familie zu sein, meine Freunde öfter zu sehen, wenn man keinen Spaß am Sport hat?“

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Fundamentale Kritik an neuen Regeln

Verstappen hatte in den vergangenen Wochen die aktuelle Formel-1-Generation mit ihren Hybridmotoren und hohem Elektroanteil wiederholt scharf kritisiert – unabhängig von der aktuellen Leistung seines Red Bull. „Ich kann problemlos akzeptieren, auf Platz sieben oder acht zu stehen, wo ich gerade bin“, erklärte der Niederländer. „Aber wenn man auf diesen Positionen liegt und nicht die ganze Formel dahinter genießt, fühlt sich das für einen Rennfahrer nicht natürlich an.“

Besonders frustrierend empfindet Verstappen das Energiemanagement während der Rennen. „Hier kannst du zwar überholen, aber dann hast du für die nächste Gerade keinen Akku mehr“, beschrieb er seine Erfahrungen aus dem Duell gegen Alpine-Fahrer Pierre Gasly in Suzuka. „Das war die Geschichte des Tages. Du kannst überholen, aber dann wirst du wieder überholt.“

Vertrag bis 2028 – aber Motivation schwindet

Obwohl sein Vertrag bei Red Bull formal noch bis Ende 2028 läuft, deutet Verstappen immer deutlicher an, dass die fehlende Freude am Sport ihn zum vorzeitigen Aus bewegen könnte. „Natürlich versuche ich, mich darauf einzustellen, aber die Art und Weise, wie man fahren muss, ist nicht schön“, sagte der frühere Seriensieger. „Und irgendwann ist es einfach nicht mehr das, was ich machen will.“

Bereits vor dem Japan-Grand-Prix hatte Vater Jos Verstappen dem niederländischen Telegraaf gegenüber gewarnt, dass sein Sohn die Motivation verlieren könnte. „Ich möchte hier sein, um Spaß zu haben, eine tolle Zeit zu verbringen und mich zu amüsieren“, fasste Max Verstappen seine aktuelle Gefühlslage zusammen. „Im Moment ist das aber nicht der Fall.“

Die Formel-1-Welt blickt nun gespannt auf die weiteren Entwicklungen. Sollte Verstappen tatsächlich früher als geplant aussteigen, würde dies einen der größten Umbruch im Motorsport der letzten Jahre bedeuten.

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