Verstappens sarkastische Kritik an der neuen Formel-1-Ära
Der vierfache Weltmeister Max Verstappen (28) hat seinen Auftakt in die neue Formel-1-Saison mit beißendem Sarkasmus kommentiert. Nachdem der Red-Bull-Pilot beim Großen Preis von Australien von Startplatz 20 aus auf Position 6 fuhr, nutzte er das Sky-Interview, um seine Ablehnung der neuen Regularien deutlich zu machen.
Das gespielte Lob und die wahre Meinung
Als Sky-Moderatorin Sandra Baumgartner (44) den Niederländer nach seinem Rennenerlebnis fragte, antwortete Verstappen zunächst mit einem Lächeln: „Das war ein Top-Rennen, es hat Spaß gemacht.“ Doch die erfahrene Journalistin wartete bewusst ab – und prompt folgte die ernüchternde Wahrheit.
Verstappen legte nach: „Wir müssen die Batterien ändern, den Motor, alles. Aber das wird so schnell nicht passieren.“ In den vergangenen Monaten war der Red-Bull-Star der lauteste Kritiker der neuen Autogeneration, die er sogar als „Formel E auf Steroiden“ bezeichnet hatte.
Die Interview-Strategie der Sky-Moderatorin
Sandra Baumgartner erklärte gegenüber BILD ihre bewusste Pause: „Ich habe die Pause vor meiner nächsten Frage bewusst eingelegt, um ihm Raum für eine Ergänzung einzuräumen. Und dem Zuschauer die Möglichkeit zu geben, durch seine Gestik und Mimik einschätzen zu können, wie er seine Aussage meint.“
Die Regularien erlauben Fernsehjournalisten nur zwei Fragen pro Fahrer. In einem anschließenden Interview mit einem niederländischen TV-Team wurde Verstappen noch deutlicher: „Wenn euch das Rennen gefallen hat, okay. Aber wenn ich so etwas will, spiele ich Mario Kart. Ich persönlich kann es nicht genießen.“
Kontrast zum Rennverlauf in Melbourne
Während Verstappen frustriert war, feierte George Russell (28) im Mercedes einen perfekten Saisonauftakt. Der Brite siegte von der Pole-Position aus, musste sich dabei jedoch in einem packenden Duell immer wieder gegen Ferrari-Pilot Charles Leclerc (28) behaupten.
Auch Verstappens Teamkollege Isack Hadjar (21) hatte Grund zur Unzufriedenheit – der Franzose schied nach nur 12 Runden mit einem technischen Defekt aus. Die Stimmung im Red-Bull-Lager dürfte somit alles andere als euphorisch sein, wenn das Team zum nächsten Rennen nach China reist.
Die neue Formel-1-Ära hat damit nicht nur auf der Strecke, sondern auch in den Interviews für kontroverse Momente gesorgt. Verstappens offene Kritik wirft Fragen über die Akzeptanz der technischen Veränderungen unter den Top-Fahrern auf.



