Historischer Sieg mit Startschwierigkeiten: Wolffs humorvolle Analyse
Trotz seines triumphalen und historischen Sieges beim Großen Preis von Japan offenbarte das Mercedes-Supertalent Kimi Antonelli deutliche Defizite beim Start. Von der begehrten Pole-Position fiel der italienische Nachwuchsstar direkt zu Renneingang auf den fünften Rang zurück, was Teamchef Toto Wolff zu einer amüsanten Bewertung veranlasste.
„Da müssen wir in die Fahrschule gehen“
„Der Start ist ein bisschen in die Hose gegangen“, resümierte Wolff in einem Interview bei Sky Sports mit einem verschmitzten Lächeln. Der österreichische Teamchef fügte scherzhaft hinzu: „Da müssen wir in die Fahrschule gehen, wie man die Kupplung regelmäßig loslässt.“ Laut Wolffs technischer Erklärung habe Antonelli „die Kupplung schnalzen lassen“, was zum unerwünschten „Wheelspin“ und dem enttäuschenden Start führte.
Auch der neue Führende in der Formel-1-Gesamtwertung zeigte sich nach dem Rennen selbstkritisch. Antonelli gestand: „Ich muss da noch etwas trainieren, um ein besseres Gefühl dafür zu bekommen. Das war definitiv mein Schwachpunkt in diesem Jahr.“ Trotz dieser Anfangsschwierigkeiten gelang dem jungen Fahrer eine beeindruckende Aufholjagd, die schließlich im historischen Sieg gipfelte.
Kuriose Familien-Einblicke: Wolffs Sohn im Pyjama am Simulator
Besonders kurios wurde es im Anschluss an die Renanalyse, als Wolff nach den motorsportlichen Aktivitäten seines Sohnes Jack gefragt wurde. „Mein Sohn schaut parallel Fernsehen“, begann der Teamchef und zückte prompt sein Handy aus der Tasche. „Und fährt, das muss ich zeigen, Suzuka im Simulator – im Pyjama.“
Dabei zeigte er Sky-Moderator Peter Hardenacke und Experten Timo Glock das entsprechende Video, das seinen achtjährigen Sohn bei virtuellen Runden auf der japanischen Strecke zeigte. Auf Nachfrage verriet Wolff sogar, dass Antonelli selbst dem Nachwuchs geholfen habe: „Ja, der eine oder andere hier im Grid hat geholfen.“
Die Frage, ob er selbst noch aktiv Kart fahre, verneinte Wolff augenzwinkernd: „Nein. Die Peinlichkeit erspare ich mir. Wenn der Achtjährige schneller fährt, dann kann man es lassen.“ Diese humorvolle Familien-Anekdote unterstrich die lockere Atmosphäre im Mercedes-Team trotz des hohen Wettbewerbsdrucks in der Königsklasse des Motorsports.
Fazit: Sieg mit charakteristischem Mercedes-Humor
Der Große Preis von Japan brachte nicht nur einen historischen Sieg für Kimi Antonelli und Mercedes, sondern auch charakteristische Einblicke in die Teamkultur. Während technische Startprobleme analysiert und verbessert werden müssen, bewies Toto Wolff mit seiner humorvollen „Fahrschul“-Bemerkung und den privaten Einblicken, dass Erfolg und Leichtigkeit im Formel-1-Business durchaus vereinbar sind. Die Mischung aus professioneller Kritik und menschlicher Note bleibt ein Markenzeichen des erfolgreichen Mercedes-Teams.



