Pro-Palästina-Proteste: Google-CEO spricht – Studenten gehen auf
Pro-Palästina-Proteste: Google-CEO spricht – Studenten gehen auf

Pro-Palästina-Proteste bei Abschlussfeier der Stanford University

Die Abschlussfeier der renommierten Stanford University wurde am Dienstag von pro-palästinensischen Protesten überschattet. Grund war die Anwesenheit von Google-CEO Sundar Pichai, der die Abschlussrede halten sollte. Bereits zu Beginn der Zeremonie kam es zu Zwischenrufen und Störungen durch Studierende, die mit palästinensischen Flaggen und Transparenten gegen die israelische Politik demonstrierten.

Protestaktionen eskalieren

Die Stimmung kippte, als Pichai das Rednerpult betrat. Einige Absolventen standen auf und skandierten Parolen wie „Free Palestine“ und „Google, schäme dich“. Sicherheitskräfte griffen ein, um die Ordnung wiederherzustellen. Die Polizei von Stanford war mit einem Großaufgebot vor Ort, um weitere Eskalationen zu verhindern. Ein Student wurde vorläufig festgenommen, nachdem er versucht hatte, die Bühne zu stürmen.

Hintergrund der Proteste

Die Proteste stehen im Zusammenhang mit der anhaltenden Kritik an Googles Geschäftsbeziehungen zu Israel. Aktivisten werfen dem Konzern vor, durch Cloud-Dienste und KI-Technologie die israelische Besatzungspolitik zu unterstützen. Sundar Pichai selbst war in den letzten Monaten mehrfach Ziel von Boykottaufrufen. Die Stanford-Universität hatte im Vorfeld versucht, die Proteste zu verhindern, indem sie Sicherheitsvorkehrungen verschärfte und den Zugang zur Veranstaltung kontrollierte.

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Reaktionen und Folgen

Universitätspräsident Marc Tessier-Lavigne verurteilte die Störungen als „inakzeptabel“ und kündigte disziplinarische Maßnahmen gegen die beteiligten Studierenden an. Der Google-CEO selbst zeigte sich in einer ersten Stellungnahme enttäuscht, betonte jedoch sein Engagement für Meinungsfreiheit. Die Ereignisse in Stanford reihen sich in eine Serie ähnlicher Vorfälle an US-Eliteuniversitäten ein, bei denen pro-palästinensische Gruppen zunehmend radikaler auftreten. Kritiker warnen vor einer Normalisierung von Antisemitismus und Gewaltbereitschaft im akademischen Umfeld.

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