Nach Olympia-Sturz: Bob-Pilot Mandlbauer in Vonn-Klinik verlegt - Halswirbel-Problematik
Bob-Pilot nach Olympia-Sturz in Vonn-Klinik verlegt

Schwerer Sturz bei Olympia: Bob-Pilot Mandlbauer in Trevisio-Klinik verlegt

Nach einem dramatischen Sturz auf der Olympia-Bobbahn in Cortina d’Ampezzo wurde der österreichische Bob-Pilot Jakob Mandlbauer (27) zur weiteren medizinischen Überwachung in das Ca’-Foncello-Krankenhaus in Trevisio verlegt. In derselben Klinik wurde bereits die Ski-Legende Lindsey Vonn (41) operiert, was dem Spital im Volksmund den Namen „Vonn-Klinik“ eingebracht hat.

Halswirbel-Problematik erfordert intensive Überwachung

Die Verlegung erfolgte aufgrund einer Bandscheibenproblematik auf Höhe der Halswirbel C5/C6. Dr. Berhard Unterkofler, Chief Medical des Österreichischen Olympischen Comités, betonte in einer offiziellen Mitteilung: „Die Verlegung dient ausschließlich der weiteren medizinischen Überwachung, um jedes Risiko auszuschließen.“ Der Arzt hatte den Piloten bereits unmittelbar nach dem Unfall betreut und ihn auch bei den ersten Untersuchungen im Codovilla-Krankenhaus in Cortina begleitet.

Dramatischer Unfallhergang bei 115 km/h

Der Vorfall ereignete sich im zweiten Lauf des Viererbob-Wettbewerbs, als Mandlbauer mit seinem Bob bei etwa 115 km/h ausgangs von Kurve 9 kippte. Der Schlitten rutschte anschließend auf der Seite den Eiskanal hinunter, wobei der Pilot wiederholt hart gegen die Banden schlug. Während seine drei Anschieber unverletzt aussteigen konnten, blieb Mandlbauer auf der Bahn liegen.

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Sanitäter und Rettungskräfte eilten sofort zur Hilfe, gefolgt von bangen Minuten ohne Fernsehbilder oder Informationen über den Zustand des Österreichers. Nachdem er schließlich auf einer Trage abtransportiert wurde, teilte ein Sprecher des Teams mit: „Mandlbauer ist bei Bewusstsein, sein Kopf wurde fixiert und mit einer Halskrause stabilisiert, sein Körper in eine Wärmefolie gehüllt.“ Zwar kann der Athlet alle Gliedmaßen bewegen, leidet aber unter erheblichen Schmerzen im Nackenbereich.

Weitere Stürze überschatten Bob-Wettbewerb

Gegen Ende des zweiten Durchgangs stürzten auch der französische Bob von Romain Heinrich sowie der Schlitten aus Trinidad und Tobago mit Pilot Axel Brown. Beide Teams konnten die Bahn jedoch eigenständig verlassen. Deutschlands Medaillenhoffnung Adam Ammour kommentierte die gefährliche Situation: „Man darf an der Stelle nicht so schnell lenken. Da muss man extrem aufpassen. Drei Stürze sind drei Stürze zu viel, aber wir sind in einem Risikosport.“

Die Verlegung Mandlbauers in die Spezialklinik unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Verletzung, auch wenn zunächst keine akute Lebensgefahr bestand. Die medizinische Überwachung zielt darauf ab, mögliche Spätfolgen der Halswirbel-Verletzung frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

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