Olympia Kombination: Vinzenz Geiger nach starkem Sprung im Medaillenrennen
Geiger nach starkem Sprung im Medaillenrennen

Olympia Kombination: Geiger nach starkem Sprung im Medaillenrennen

Der zweimalige Olympiasieger Vinzenz Geiger hat sich mit einem überzeugenden Sprung von der Normalschanze eine gute Ausgangsposition für das Medaillenrennen in der Nordischen Kombination bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Val di Fiemme erarbeitet. Der Oberstdorfer flog in Predazzo auf 98,0 Meter und geht damit als Achter in den anschließenden 10-Kilometer-Skilanglauf, der um 13:45 Uhr in Lago di Tesero beginnt und live in der ARD sowie auf Eurosport übertragen wird.

Knapper Rückstand auf die Spitze

Geiger liegt nur 29 Sekunden hinter dem führenden Esten Kristjan Ilves, der nach dem Sprunglauf die beste Ausgangsposition innehat. Der norwegische Superläufer Jens Luraas Oftebro startet als Siebter nur eine Sekunde vor dem Deutschen. "Er ist direkt bei mir. Ich werde versuchen, an ihm dran zu bleiben. Am Schluss ist dann immer alles möglich. Es wird ein sehr hartes Rennen - mal schauen, was mein Körper hergibt", kommentierte Geiger seine Chancen vor dem Langlauf.

Die weiteren deutschen Starter folgen mit etwas mehr Abstand: Routinier Johannes Rydzek startet mit 42 Sekunden Rückstand auf Rang zwölf, Team-Weltmeister Julian Schmid liegt als 13. mit 43 Sekunden Rückstand. Österreichs Weltcup-Spitzenreiter Johannes Lamparter geht als Sechster mit 21 Sekunden Rückstand in die Loipe.

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Gesundheitliche Bedenken vor dem Wettkampf

Bemerkenswert ist Geigers Leistung vor dem Hintergrund gesundheitlicher Bedenken. Der Olympiasieger von Peking 2022 hatte am Vortag im Abschlusstraining wegen Knieproblemen vorsichtshalber auf Sprünge verzichtet. Am Wettkampftag sprang er dann jedoch weitgehend beschwerdefrei und demonstrierte damit seine mentale Stärke und Wettkampfhärte.

Deutsche Tradition in der Nordischen Kombination

Die Nordische Kombination ist bei Olympischen Spielen eine deutsche Domäne. Seit 2006 konnten deutsche Athleten vier von fünf möglichen Goldmedaillen in dieser Disziplin gewinnen:

  • Georg Hettich (2006)
  • Eric Frenzel (2014, 2018)
  • Vinzenz Geiger (2022)

Vor 2002, als ausschließlich von der kleinen Schanze gesprungen wurde, holten bereits Georg Thoma (1960), Franz Keller (1964) sowie der DDR-Athlet Ulrich Wehling (1972, 1976, 1980) olympisches Gold in der Nordischen Kombination.

Zukunft der Traditionssportart ungewiss

Für die Nordischen Kombinierer markieren die Spiele in Val di Fiemme einen wegweisenden Moment. Die Sportart muss mit reduzierten Starterfeldern antreten, während die Kombiniererinnen gar nicht erst teilnehmen dürfen. Noch gravierender: Für Olympia 2030 ist die Traditionssportart, die seit der Premiere 1924 in Chamonix fester Bestandteil des olympischen Programms ist, nicht gesetzt.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) will die Wettbewerbe in Val di Fiemme genau beobachten, um auf dieser Grundlage über die Zukunft der Nordischen Kombination im olympischen Programm zu entscheiden. Ein erfreuliches Zeichen für die Popularität der Sportart: Trotz des schlechten Wetters fanden sich am Mittwochmorgen erstaunlich viele Fans im Skisprung-Stadion von Predazzo ein, um die Athleten zu unterstützen.

Der weitere Verlauf des Wettkampfs wird zeigen, ob Vinzenz Geiger an die glorreiche deutsche Tradition anknüpfen und eine weitere Medaille für das deutsche Team gewinnen kann. Der enge Rückstand auf die Spitze lässt jedenfalls Hoffnung auf ein spannendes Finale im Skilanglauf aufkommen.

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