Olympia-Gold trotz Schummel-Wirbel: Kanadas Curler Marc Kennedy spricht über Hassnachrichten
Kanadas Gold-Curler über Schummel-Wirbel und Hassnachrichten

Olympia-Gold trotz Schummel-Wirbel: Kanadas Curler Marc Kennedy spricht über Hassnachrichten

Nach turbulenten Tagen voller Schummelvorwürfe und Kontroversen hat sich am Ende doch die Goldmedaille durchgesetzt: Kanadas Curler Marc Kennedy hat nach dem Olympiasieg mit seinem Team offen über die schwierige Zeit während des Turniers gesprochen. Der 44-Jährige gewann in Cortina d'Ampezzo im spannenden Finale mit 9:6 gegen Großbritannien und feierte damit seinen zweiten Olympiasieg nach 2010.

„Viel Hass da draußen“: Kennedy über emotionale Woche

„Es gab in dieser Woche viel Hass da draußen, aber wir haben uns entschieden, diesen Hass nicht in unsere Kabine zu lassen“, sagte Kennedy nach dem Sieg. „Ihm keinen Raum in unseren Köpfen zu geben und uns einfach gegenseitig zu vertrauen, das war unser Weg.“ Der Kanadier beschrieb die emotionale Belastung, die das Team während des gesamten Turniers durchstehen musste.

Kennedy zeigte sich tief bewegt von der Leistung seiner Mannschaftskollegen: „Es bedeutet mir die Welt, meine Teamkollegen mit einer Medaille um den Hals zu sehen. Ich weiß nicht, ob die Leute jemals verstehen werden, was wir als Team in dieser Woche durchgemacht haben.“ Der erfahrene Curler betonte seinen Stolz auf die Mannschaft und die besondere Bindung, die sich während der kontroversen Tage entwickelt habe.

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Schummelvorwürfe lösten internationalen Wirbel aus

Die Goldmedaille kam nicht ohne erhebliche Nebengeräusche zustande. Zu Beginn des Curling-Turniers hatte Kennedy wegen einer angeblichen Schummelei für internationalen Wirbel gesorgt. Der schwedische Curler Oskar Eriksson warf dem Kanadier vor, den Stein während der Abgabe mehrfach unerlaubt berührt zu haben. Die Situation eskalierte, als Kennedy sichtlich verärgert reagierte, einen Regelverstoß abstritt und seinem Kontrahenten sogar ein derbes „Fuck off“ zurief.

Mit der Goldmedaille um den Hals und etwas zeitlichem Abstand zeigte sich Kennedy nun selbstkritischer: „Ich hätte das definitiv besser handhaben können, absolut. Aber was geschehen ist, ist geschehen.“ Der erfahrene Athlet räumte ein, dass seine Reaktion in der Hitze des Gefechts nicht optimal gewesen sei.

Konsequenzen und Reaktionen im Netz

Der Vorfall hatte weitreichende Konsequenzen:

  • Der Curling-Weltverband verwarnte Kennedy mündlich
  • Wegen mehrerer ähnlicher Vorfälle wurde bei allen Spielen eine verstärkte Überwachung der Steinabgaben eingeführt
  • Im Internet verbreiteten sich zahlreiche Memes über die angebliche Schummelei
  • Kennedy erhielt eine Flut von Hasskommentaren in sozialen Medien

Trotz dieser Belastungen konnte sich das kanadische Team im Finale durchsetzen. Für Kennedy war es der zweite Olympiasieg nach seinem Gold 2010 in Vancouver, wo er mit dem kanadischen Team im eigenen Land triumphierte. Bei Kanadas erneutem Gold-Coup in Sotschi 2014 hatte er noch gefehlt.

Emotionaler Triumph nach schwierigem Weg

Nach dem Sieg gegen Großbritannien fielen sich die kanadischen Curler erleichtert in die Arme, schrien ihre Freude heraus und feierten ausgiebig mit ihren Fans. „Ich bin einfach so stolz auf sie. Ich liebe diese Jungs“, sagte Kennedy über seine Teamkollegen. Der Olympiasieg bedeutete für das Team nicht nur sportlichen Triumph, sondern auch emotionalen Abschluss einer äußerst fordernden Woche.

Die Schummel-Debatte um Kennedy entwickelte sich zu einem der großen Themen der Olympischen Winterspiele, das Regeldebatten, Memes und intensive Diskussionen in sozialen Medien auslöste. Am Ende stand jedoch der sportliche Erfolg, der trotz aller Kontroversen den kanadischen Curlern zufiel.

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