Olympia 2026: Zwei Biathlon-Ikonen nehmen emotionalen Abschied in Antholz
Olympia 2026: Biathlon-Ikonen Wierer und Preuß verabschieden sich

Olympia 2026: Zwei Biathlon-Ikonen nehmen emotionalen Abschied in Antholz

Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Antholz haben zwei herausragende Persönlichkeiten des Biathlon-Sports ihre Karrieren beendet. Neben der deutschen Athletin Franziska Preuß wurde auch die italienische Biathlon-Legende Dorothea Wierer in einer bewegenden Zeremonie verabschiedet. Die 35-jährige Italienerin wählte dabei gegenüber SPORT1 besonders gewichtige und emotionale Worte für ihren Abschied vom professionellen Sport.

Ein historischer Moment im Heimatstadion

Als der lang erwartete Abschied schließlich Realität wurde, verspürte Dorothea Wierer keinerlei Reue oder Bedauern. „Hier, im schönsten Stadion, hat alles angefangen und nun aufgehört. Ich habe das jetzt so viele Jahre gemacht. Besser hätte dieser Augenblick nicht sein können. Dieser Moment mit all den Fans ist mehr wert als jede Medaille“, erklärte die scheidende Biathlon-Queen nach ihrem letzten Rennen im Massenstart gegenüber SPORT1. Obwohl sie als Fünfte knapp eine weitere olympische Medaille verpasste, überquerte Wierer die Ziellinie mit einem strahlenden Lächeln und großer Zufriedenheit.

Im Anschluss an das Rennen genoss die in Bruneck nahe Antholz geborene Italienerin in ihrem heimischen Stadion gemeinsam mit Franziska Preuß eine Ehrenrunde. Begleitet von den Klängen des Songs „One moment in time“ stimmte Wierer für die anwesenden Fans ein freudiges „Hip, hip, hurra“ an und feierte damit den Abschluss ihrer beeindruckenden Laufbahn.

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Gemeinsamer Abschied mit Franziska Preuß

„Mit Franzi war es sehr cool und emotional“, beschrieb Wierer den gemeinsamen Moment mit ihrer deutschen Kollegin. Gleichzeitig spürte sie jedoch auch die emotionale Wucht dieses besonderen Augenblicks: „Ich glaube, wir sind beide froh, dass wir es nun hinter uns haben.“ Die Bedeutung dieses Karriereendes war der 35-Jährigen durchaus bewusst, wie sie in ihrem Interview deutlich machte.

Mit einer gewissen Selbstsicherheit, die jedoch den Tatsachen entspricht, erklärte Wierer: „Ich habe Biathlon ein bisschen größer gemacht in Italien.“ Diese Aussage trifft tatsächlich den Kern ihrer sportlichen Bedeutung. Durch ihre herausragenden Leistungen und ihre charismatische Persönlichkeit hat Biathlon in Italien völlig neue Dimensionen erreicht und das Land als Top-Nation im Wintersport etabliert.

Eine beeindruckende Karrierebilanz

Bei den Olympischen Spielen 2026 gewann Dorothea Wierer mit Silber in der Mixed-Staffel bereits ihre vierte olympische Medaille. Im Gegensatz zu Franziska Preuß konnte sie auch im Einzelwettbewerb Edelmetall erringen, lediglich olympisches Gold blieb ein unerfüllter Traum. Ihre Karriere-Höhepunkte umfassen:

  • Den Titelgewinn bei den Weltmeisterschaften 2019 als erste Italienerin überhaupt
  • Die Heim-WM 2020 mit Doppel-Gold und zweimal Silber
  • Vier olympische Medaillen über ihre gesamte Karriere

Bereits nach der Heim-WM 2020 gab es immer wieder Spekulationen über einen möglichen Rücktritt Wierers, doch die Athletin zog konsequent weiter bis zu den Olympischen Spielen vor ihrer eigenen Haustür.

Reaktionen aus dem Team und Zukunftspläne

Teamkollege Tommaso Giacomel konnte den Abschied seiner langjährigen Weggefährtin noch nicht richtig wahrhaben. „Das ist doch kein Abschied“, meinte er optimistisch. „Ich weiß jetzt schon, dass sie sich zu Hause extrem langweilen und uns weiterhin mit Anrufen und Nachrichten bombardieren wird. Doro ist jemand, die Leute um sich rum braucht.“

Allerdings sollte sich Giacomel mit dieser Einschätzung nicht zu sicher sein. Denn wie Wierer bereits erklärt hat, sind im Hause Wierer ganz konkrete Zukunftspläne geschmiedet worden. Die ehemalige Spitzenathletin hat angekündigt, dass Nachwuchs geplant ist, was bedeutet, dass sie sich in den kommenden Jahren vermutlich stärker auf ihr Privatleben konzentrieren wird.

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Der Abschied von Dorothea Wierer und Franziska Preuß markiert nicht nur das Ende zweier herausragender Karrieren, sondern auch einen Wendepunkt im internationalen Biathlon-Sport. Während Preuß die deutsche Biathlon-Geschichte mitgeprägt hat, hat Wierer den Sport in Italien nachhaltig verändert und populärer gemacht als je zuvor. Ihre emotionalen Abschiedsworte und die bewegenden Bilder aus Antholz werden den Fans noch lange in Erinnerung bleiben.