Algarve-Rundfahrt endet mit gemischten Gefühlen für deutsche Fahrer
Die 148,4 Kilometer lange Schlussetappe von Faro nach Malhāo bei der Algarve-Rundfahrt brachte für die deutschen Radprofis sowohl Enttäuschung als auch Sorge. Florian Lipowitz zeigte eine mutige Leistung, die jedoch nicht mit dem verdienten Erfolg gekrönt wurde, während Maximilian Schachmann einen schweren Sturz erlitt.
Lipowitz' Flucht wird kurz vor dem Ziel gestoppt
Der 25-jährige Florian Lipowitz wagte zusammen mit dem Franzosen Kevin Vauquelin etwa 40 Kilometer vor dem Ziel eine spektakuläre Attacke. Das Duo arbeitete sich geschickt nach vorne und übernahm am anspruchsvollen Soidos-Anstieg, etwa 14 Kilometer vor dem Ziel, die Führung. Die Favoritengruppe reagierte prompt und schickte Helfer nach vorn, um das Tempo zu erhöhen und die Lücke zu schließen.
Doch erst in den letzten 2,5 Kilometern gelang es dem Feld, Lipowitz einzuholen. Der deutsche Hoffnungsträger musste sich schließlich mit dem 13. Platz auf der Etappe zufriedengeben. In der Gesamtwertung belegte er den achten Rang mit einem Rückstand von 2:15 Minuten auf den Sieger.
Schachmanns bitteres Ende nach vielversprechendem Start
Maximilian Schachmann, der als Elfter in die letzte Etappe gegangen war und die Algarve-Rundfahrt im Jahr 2020 bereits als Zweiter beendet hatte, suchte sein Glück ebenfalls in einer frühen Flucht. Zusammen mit dem dreimaligen Weltmeister Julian Alaphilippe aus Frankreich setzte er sich ab und führte das Rennen mit einem Vorsprung von 1:45 Minuten an.
Doch etwa 35 Kilometer vor dem Ziel kam es zu einem dramatischen Zwischenfall: In einer langgezogenen Linkskurve während einer Abfahrt verlor Schachmann die Kontrolle über sein Rad und stürzte schwer. Zunächst war unklar, wie schwer sich der 32-Jährige verletzt hatte, was bei Teamkollegen und Fans für große Besorgnis sorgte.
Ayuso siegt souverän in Gesamtwertung
Den Tagessieg sowie den Gesamtsieg der Algarve-Rundfahrt sicherte sich der Spanier Juan Ayuso. In der Endabrechnung lag er 14 Sekunden vor dem französischen Ausnahmetalent Paul Seixas. Für Florian Lipowitz steht nun ein intensiver Trainingsblock an, bevor Ende März mit der anspruchsvollen Katalonien-Rundfahrt das nächste Rennen auf dem Programm steht. Diese Vorbereitung ist besonders wichtig, da Lipowitz als deutsche Hoffnung für die im Juli stattfindende Tour de France gilt.
Die Algarve-Rundfahrt endete somit mit einem bittersüßen Beigeschmack für das deutsche Lager: Während Lipowitz mit seiner kämpferischen Leistung beeindruckte, aber knapp scheiterte, überschattete der schwere Sturz von Schachmann die Veranstaltung. Die Radsportgemeinschaft hofft nun auf eine schnelle Genesung des erfahrenen Fahrers.



