Schwerer Sturz bei Mailand-Sanremo: Debora Silvestri erleidet fünf Rippenbrüche
Debora Silvestri stürzt schwer bei Mailand-Sanremo

Schwerer Sturz bei Mailand-Sanremo: Debora Silvestri erleidet fünf Rippenbrüche

Bei dem traditionsreichen Frühjahrsrennen Mailand-Sanremo kam es zu einem dramatischen Zwischenfall, der die Radsportwelt in Atem hielt. Die italienische Profi-Radfahrerin Debora Silvestri stürzte auf der gefährlichen Abfahrt der Cipressa schwer und erlitt dabei erhebliche Verletzungen. Der Vorfall ereignete sich am Samstag und führte zu einer sofortigen Krankenhauseinlieferung der Athletin.

Horrorsturz mit schweren Folgen

Silvestri, die für das Team Laboral Kutxa antritt, verlor auf der steilen Abfahrt die Kontrolle über ihr Rad. Bei dem Unfall überschlug sie sich über eine Leitplanke und stürzte mehrere Meter in die Tiefe, bevor sie auf einem asphaltierten Weg hart aufschlug. Die 27-Jährige erlitt dabei fünf gebrochene Rippen und einen Mikrobruch in der Schulter – Verletzungen, die eine längere Genesungsphase erforderlich machen.

Ihr Team bestätigte, dass Silvestri bei Bewusstsein blieb und umgehend medizinisch versorgt werden konnte. Trotz der schweren Verletzungen zeigte sich die Radprofi in einer ersten Stellungnahme auf Instagram erstaunlich gefasst: „Nicht das Finale, das ich mir vorgestellt habe. Es hätte schlimmer kommen können. Zeit, sich zu erholen, aber keine Sorge, ich komme wieder“, schrieb die Italienerin und signalisierte damit ihre Entschlossenheit, zurück aufs Rad zu kehren.

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Chaotische Rennsituation auf der Cipressa

Der Sturz von Silvestri war Teil einer chaotischen Rennphase auf der berüchtigten Cipressa-Passage. Zuvor waren bereits mehrere Fahrerinnen zu Fall gekommen, darunter die ehemalige Tour-Siegerin Kasia Niewiadoma-Phinney. Silvestri hatte versucht, den gestürzten Kolleginnen auszuweichen, was zu ihrem eigenen Sturz über die Leitplanke führte. Eine weitere Fahrerin erlitt ein ähnliches Schicksal, kam jedoch mit leichteren Blessuren davon und konnte das Rennen sogar fortsetzen.

Das Frauenrennen gewann schließlich die zweifache Weltmeisterin Lotte Kopecky aus Belgien, die sich im Sprint gegen die Schweizerin Noemi Rüegg durchsetzte. Auch im parallel stattfindenden Männerrennen gab es mehrere Stürze, die jedoch glimpflicher verliefen. Selbst der slowenische Weltmeister Tadej Pogačar ging zu Boden, konnte aber dennoch den Sieg bei Mailand-Sanremo einfahren.

Erholungsphase und Ausblick

Für Debora Silvestri beginnt nun eine ungeplante Zwangspause. Die Behandlung ihrer multiplen Rippenbrüche und der Schulterverletzung wird voraussichtlich mehrere Wochen in Anspruch nehmen, bevor sie wieder mit dem Training beginnen kann. Die Radsportgemeinschaft zeigt sich solidarisch und wünscht der verletzten Athletin eine schnelle und vollständige Genesung.

Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit bei Radrennen auf, insbesondere auf den gefährlichen Abfahrten klassischer Strecken wie der Cipressa. Während die Organisatoren bereits Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, bleibt die Erleichterung groß, dass der Sturz von Silvestri nicht noch schwerwiegendere Folgen hatte. Die Radprofi selbst bleibt optimistisch und blickt bereits auf ihr Comeback.

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