Tadej Pogačar erobert Mailand-Sanremo: Ein Sturz hält den Weltmeister nicht auf
Das Radsportjahr 2026 beginnt mit einem Paukenschlag: Tadej Pogačar, der slowenische Straßenrad-Weltmeister, hat am 21. März 2026 erstmals in seiner Karriere den legendären Frühjahrsklassiker Mailand-Sanremo gewonnen. Trotz eines heftigen Sturzes 33 Kilometer vor dem Ziel demonstrierte der 27-Jährige seine überragende Klasse und holte sich nach 298 anstrengenden Kilometern im Sprint auf der Via Roma den Sieg.
Atemberaubende Aufholjagd nach Sturz
In einer Kurve stürzte Pogačar spektakulär zu Boden, doch der viermalige Tour-de-France-Sieger sprang sofort wieder auf sein Rad. Ohne Zeit zum Durchschnaufen zu nehmen, startete er eine atemberaubende Aufholjagd. An der Cipressa flog er quasi am gesamten Feld vorbei und ging direkt in den Attacke-Modus über. Nur Vorjahressieger Mathieu van der Poel und der britische Mountainbike-Olympiasieger Thomas Pidcock konnten ihm zunächst folgen.
Am letzten Anstieg, dem Poggio, musste dann van der Poel abreißen lassen. Im finalen Sprint setzte sich Pogačar gegen Pidcock durch, während der Belgier Wout van Aert den dritten Platz belegte. Dieser Triumph ist besonders bedeutsam, da Pogačar in den vergangenen Jahren den Sieg in Sanremo immer knapp verpasst hatte – zweimal stand ihm dabei sein großer Rivale van der Poel im Weg.
Vier von fünf Monumenten im Sack
Mit diesem ersten Sieg bei der Classicissima hat Tadej Pogačar nun vier der fünf Radsport-Monumente gewonnen, die als die wichtigsten Eintagesklassiker gelten. Dem Ausnahmefahrer fehlt in seiner beeindruckenden Sammlung nur noch ein Triumph beim berüchtigten Kopfsteinpflaster-Klassiker Paris-Roubaix. Diese Leistung unterstreicht seine Dominanz in der Szene, die bereits 2025 deutlich wurde und sich nun fortsetzt.
Deutsche Radprofis ohne Rolle
Bei der 117. Ausgabe von Mailand-Sanremo spielten die deutschen Radprofis leider keine nennenswerte Rolle. Der bislang letzte deutsche Sieg gelang 2015 durch John Degenkolb, während Erik Zabel sogar vier Erfolge in Sanremo verbuchen konnte. Die aktuelle Generation hat somit noch Aufholbedarf, um an diese glorreichen Zeiten anzuknüpfen.
Pogačars Sieg markiert einen weiteren Höhepunkt in seiner bereits legendären Karriere und setzt ein starkes Zeichen für die kommenden Rennen der Saison. Die Radsportwelt blickt gespannt auf Paris-Roubaix, wo der Slowene seinen letzten fehlenden Meilenstein erringen könnte.



