Tour de France 2029: Berlin als Favorit für den Grand Départ nach Mauerfall-Jubiläum
Tour de France 2029: Berlin als Favorit für Grand Départ

Tour de France 2029: Berlin als Favorit für den Grand Départ nach Mauerfall-Jubiläum

Die Rückkehr der Tour de France nach Deutschland wird immer konkreter. Zum 40. Jahrestag des Mauerfalls rückt Berlin als Gastgeber des Grand Départ im Jahr 2029 stark in den Fokus. Nach Angaben des Vereins "Grand Départ Allemagne" laufen die Gespräche auf Hochtouren und die Chancen stehen ausgezeichnet.

Sehr gute Gespräche und klare Chancen

"Wir sind in sehr guten Gesprächen", erklärte Thomas Hofmann, der Vorsitzende des Vereins "Grand Départ Allemagne", gegenüber dem SID. Der Veranstalter der Tour de France, die ASO, rechne der deutschen Bewerbung "sehr, sehr gute Chancen für 2029 ein - wenn Berlin auf alle Fälle dabei ist". Diese klare Aussage unterstreicht die positive Entwicklung der Verhandlungen.

Ursprünglich hatte die Initiative einen Tour-Start für das Jahr 2030 ins Auge gefasst, was dem 40. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung entsprochen hätte. Die Pläne wurden jedoch angepasst, um das historische Datum des Mauerfalls im Jahr 2029 zu würdigen. Die ursprüngliche Idee, das Rennen durch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu führen, ist dabei nicht vom Tisch.

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Das Modell 3+1 und die historische Bedeutung

Bis zu drei Etappen sollen nach dem wahrscheinlichen Startschuss in der Hauptstadt durch Ostdeutschland führen. "Wir sind weiter bestrebt, dass wir unser Modell 3+1 bedienen können", betonte Hofmann. Dieses Modell sieht vor, dass nach dem Grand Départ in Berlin weitere Etappen in den ostdeutschen Bundesländern stattfinden, was die regionale Vielfalt und historische Tiefe der Bewerbung unterstreicht.

Als Konkurrenten für den Auftakt im Jahr 2029 gelten Slowenien, die Heimat des Radsport-Dominators Tadej Pogacar, und die tschechische Hauptstadt Prag. Doch die deutsche Bewerbung hat offenbar die Nase vorn. "Wir haben die bessere Story", sagte Hofmann mit Blick auf das Mauerfall-Jubiläum. Diese historische Dimension könnte den Ausschlag geben, da sie eine emotionale und medienwirksame Komponente bietet.

Historischer Rückblick und nächste Schritte

Die Frankreich-Rundfahrt ist in ihrer mehr als 100-jährigen Geschichte viermal in Deutschland gestartet: zuletzt 2017 in Düsseldorf, davor in Köln (1965), Frankfurt am Main (1980) und West-Berlin (1987). Ein erneuter Start in Berlin wäre somit eine Rückkehr an einen historischen Schauplatz, der nun im vereinten Deutschland eine neue Symbolkraft entfalten könnte.

Noch im ersten Halbjahr 2026 soll die ASO die eingeforderten Bewerbungsunterlagen erhalten. Sollten alle Bedingungen erfüllt sein, sei die ASO in ihrer Entscheidung "schon ziemlich klar, das muss man einfach sagen", so Hofmann. Diese Zuversicht lässt auf eine baldige offizielle Bekanntgabe hoffen, die Radsportfans in ganz Deutschland begeistern würde.

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