Urska Zigart: Vom Schatten des Ruhms zur eigenen Radsport-Karriere
Die slowenische Radsportlerin Urska Zigart hat in einem offenen Interview mit dem Portal „Cyclingnews“ über die Herausforderungen gesprochen, die mit ihrer unfreiwilligen Bekanntheit als Freundin des Radsport-Superstars Tadej Pogacar einhergehen. Die 29-Jährige, die für das Team AG Insurance-Soudal fährt, beschrieb, wie der öffentliche Fokus auf ihre Beziehung zunächst einen erheblichen Druck auf ihre eigene Karriere ausübte.
Der Druck der Öffentlichkeit
„Ich habe mich ziemlich beobachtet gefühlt“, gestand Zigart in dem Gespräch. Sie erklärte, dass ihre Rolle als Verlobte von Pogacar sie in den Augen der Medien und Fans oft in den Schatten stellte, was zu zusätzlichem Erwartungsdruck führte. „Weil ich die Freundin von Tadej bin, hat mich das ein wenig mehr unter Druck gesetzt“, so die Athletin, die betonte, wie schwierig es war, unter diesen Bedingungen ihre eigene sportliche Leistung zu entwickeln.
Die beste Saison ihrer Karriere
Trotz dieser Herausforderungen hat Urska Zigart gerade die erfolgreichste Saison ihrer Laufbahn absolviert. Sie erreichte Top-Ten-Platzierungen bei bedeutenden Rennen wie dem Giro d’Italia, der Tour de Suisse und der Tour de Romandie. Diese Erfolge markieren einen wichtigen Schritt in ihrer Entwicklung als eigenständige Radsportlerin, unabhängig von der Berühmtheit ihres Partners.
Befreiung vom öffentlichen Urteil
Zigart beschrieb, wie sie gelernt hat, den Einfluss der Öffentlichkeit auszublenden. „Es hat geholfen, die zu werden, die ich bin. Und heute sorgt mich nicht mehr wirklich, was die Öffentlichkeit denkt“, sagte sie. Dieser mentale Wandel ermöglichte es ihr, sich stärker auf ihre sportlichen Ziele zu konzentrieren und ihre Identität jenseits der Beziehung zu Pogacar zu festigen.
Die Rolle von Tadej Pogacar
Die Radsportlerin würdigte auch die Unterstützung ihres Verlobten Tadej Pogacar, mit dem sie in Monaco lebt. Der 27-jährige Slowene, selbst eine Ikone des Radsports, spiele eine enorme Rolle in ihrer Karriere. „Er ist manchmal ein Witzbold, aber auch ein sehr reifer Mensch. Ohne ihn wäre ich nicht da, wo ich bin“, erklärte Zigart. Ihre Beziehung dient somit nicht nur als private Verbindung, sondern auch als Quelle der Motivation und des Rückhalts im professionellen Umfeld.
Insgesamt zeigt das Interview, wie Urska Zigart den Balanceakt zwischen persönlichem Leben und sportlicher Karriere meistert, während sie sich aus dem Schatten der Berühmtheit ihres Partners löst und ihre eigene Erfolgsgeschichte schreibt.



