Simone Biles hilft Ilia Malinin: Turn-Ikone stützt Eiskunstlauf-Star nach Olympia-Debakel
Biles hilft Malinin nach Olympia-Debakel

Turn-Ikone Simone Biles stützt Eiskunstlauf-Star Ilia Malinin nach Olympia-Debakel

Bei den Olympischen Spielen in Mailand erlebte der amerikanische Eiskunstläufer Ilia Malinin einen dramatischen Absturz. Der 21-Jährige, der als klarer Favorit in die Kür ging, lieferte die schlechteste Vorstellung seiner Karriere ab und landete am Ende nur auf dem achten Platz. Statt der erwarteten Goldmedaille musste er eine schwere Niederlage verkraften.

Der olympische Druck wird zur unüberwindbaren Last

Im Anschluss gestand Malinin offen, mit dem immensen Druck nicht zurechtgekommen zu sein. „Der olympische Druck ist nochmal was ganz anderes. Das versteht nur, wer es selbst erlebt hat“, erklärte der enttäuschte Athlet. In der Halle saß an diesem Abend jemand, der diese Erfahrung nur zu gut kannte: Turn-Ikone Simone Biles.

Die 28-jährige Amerikanerin, die sieben Olympiasiege und 23 Weltmeistertitel vorweisen kann, erlebte bei den Spielen 2021 in Tokio selbst einen psychischen Zusammenbruch. Nach einem missglückten Sprung im Team-Wettbewerb brach sie den Wettkampf ab und zog sich für zwei Jahre vom Leistungssport zurück. Erst 2023 wagte sie ihr erfolgreiches Comeback.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Biles erkennt sich in Malinin wieder

„Ich habe mir wirklich Sorgen um seinen psychischen Zustand gemacht“, sagte Biles über Malinin. „Wenn von einem erwartet wird, die Leistung seines Lebens abzuliefern, und man diese Leistung nicht erbringt, mache ich mir Sorgen, wie sich das auf seine Psyche auswirkt.“ Die Befürchtungen der Turn-Legende waren berechtigt – Malinin erhielt nach seinem Debakel zahlreiche Hassnachrichten.

Biles ergriff sofort die Initiative: „Ich habe das selbst erlebt und bin deshalb sofort in den Schutzmodus übergegangen.“ Sie organisierte Malinins Handynummer und schickte ihm eine ermutigende Nachricht. „Ich habe ein paar Stichpunkte formuliert und sie ihm sofort geschickt, damit er wusste, dass er auch in anderer Hinsicht Unterstützung hatte. Es war wirklich herzzerreißend.“

Ein Gespräch zwischen zwei Ausnahmesportlern

Am nächsten Tag trafen sich die beiden Athleten zu einem intensiven Gespräch. „Mir ging es einfach nur darum, dass jemand seine Gefühle bestätigt und ihm zeigt, dass wir ähnliche Erfahrungen gemacht haben“, erklärte Biles. Die Chemie zwischen den Sportstars stimmte sofort.

„Während ich ihm erzählte, was er meiner Meinung nach durchmachte und wie er damit umgehen könnte, sagte er: ‚Genau das. Genau.‘ Er meinte: ‚Du hast es endlich ausgesprochen.‘“ Für Malinin war diese Begegnung ein Wendepunkt: „Man kann unsere Fälle schon vergleichen. Sie sagte, dass niemand von außen versteht, was in unserem Kopf vorgeht.“

Wertvolle Ratschläge für die Zukunft

Biles gab dem jungen Eiskunstläufer konkrete Empfehlungen mit auf den Weg: „Alles passiert aus einem Grund. Das ist wichtig zu wissen. Denk nur an dich! Was brauchst du körperlich, was mental? Darum geht’s jetzt.“ Diese Worte werden Malinin in seiner weiteren Karriere begleiten.

Die Begegnung zwischen der Turn-Legende und dem Eiskunstlauf-Talent zeigt, wie wichtig gegenseitige Unterstützung im Hochleistungssport ist. Beide Athleten haben nun die Chance, aus ihren Erfahrungen zu lernen und gestärkt zurückzukehren. Die olympische Bühne mag unerbittlich sein, aber Solidarität unter Sportlern kann Brücken bauen, wo der Druck Mauern errichtet.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration