Ukraine boykottiert Paralympics-Eröffnung und fordert Verzicht auf Nationalflagge
Ukraine boykottiert Paralympics-Eröffnung

Ukraine boykottiert Paralympics-Eröffnung und fordert Verzicht auf Nationalflagge

Das Ukrainische Paralympische Komitee hat offiziell einen Boykott der Eröffnungsfeier der Winter-Paralympics angekündigt. In einer scharfen Mitteilung forderte das Komitee zudem, dass die ukrainische Flagge bei der Eröffnungsfeier am 3. März nicht verwendet werden soll. Diese Entscheidung fällt vor dem Hintergrund der Zulassung russischer und belarussischer Sportler zu den Spielen.

Empörung über Zulassung russischer Flaggen

Das Nationale Paralympische Komitee der Ukraine äußerte sich empört über die zynische Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees. Sechs Sportler aus Russland und vier aus Belarus dürfen mit eigener Flagge und Hymne an den Paralympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo teilnehmen. Dies ist das erste Mal seit dem russischen Überfall auf die Ukraine im Jahr 2022, dass russische Flaggen bei den paralympischen Spielen wehen sollen.

In der Erklärung heißt es wörtlich: „Man muss sich bewusst machen, dass Russland, das heute ukrainische Gebiete besetzt hält, massiv Zivilisten tötet [...] und sofort seine Flagge, getränkt mit dem Blut der Zivilbevölkerung der Ukraine, auf den von ihm eroberten Gebieten hisst.“ Das Komitee betont, dass es genau diese Flagge sei, die das Internationale Paralympische Komitee zu hissen erlaubt.

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Ukrainische Athleten nehmen trotzdem an Wettbewerben teil

Obwohl die Ukraine die Eröffnungsveranstaltung boykottiert, werden ukrainische Athleten an den Wettbewerben teilnehmen. Zuvor hatte Sportminister Matwij Bidnyj den Boykott der Eröffnungsfeier angekündigt. Der Präsident des ukrainischen Behindertensportverbands, Walerij Suschkewytsch, erklärte dem Sender Hromadske: „Wenn wir nicht hinfahren, dann bedeutet das, dass (der russische Präsident Wladimir) Putin einen Sieg über die ukrainischen Paralympics-Athleten, über die Ukraine erringt. Das wird es nicht geben!“

Die Ukraine wehrt sich seit fast vier Jahren gegen eine russische Invasion. Der Konflikt hat tiefe Spuren hinterlassen und beeinflusst nun auch den internationalen Sport. Die Entscheidung, trotz des Boykotts an den Wettbewerben teilzunehmen, unterstreicht den Willen der ukrainischen Athleten, sich nicht unterkriegen zu lassen.

Hintergrund und internationale Reaktionen

Die Paralympischen Winterspiele 2026 finden in Mailand und Cortina d’Ampezzo statt. Die Zulassung russischer und belarussischer Sportler hat international für Kontroversen gesorgt. Viele sehen darin eine politische Entscheidung, die die sportliche Neutralität infrage stellt. Das Ukrainische Paralympische Komitee betont, dass es nicht bereit ist, die ukrainische Flagge neben der russischen Flagge zu sehen, solange der Krieg andauert.

Die Forderung, auf die ukrainische Flagge zu verzichten, ist ein symbolischer Akt des Protests. Sie soll darauf aufmerksam machen, dass die Präsenz russischer Symbole bei Sportveranstaltungen inakzeptabel ist, solange Russland weiterhin ukrainisches Territorium besetzt hält. Diese Position wird von vielen ukrainischen Sportlern und Verbänden unterstützt.

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