Tennis in Mexiko trotz Gewalt: Altmaier scheidet in Acapulco aus
Im mexikanischen Acapulco fand trotz gewaltsamer Unruhen ein ATP-Tennis-Turnier statt. Für den deutschen Spieler Daniel Altmaier endete das Event jedoch bereits in der ersten Runde mit einer Niederlage.
Frühes Aus für Altmaier bei schwierigen Bedingungen
Daniel Altmaier verlor seine Erstrunden-Partie gegen den Spanier Alejandro Davidovich Fokina mit 5:7 und 3:6. Damit bleibt der Deutsche in diesem Jahr weiterhin ohne Sieg auf der ATP-Tour. Das Match wurde im Badeort Acapulco an der Pazifikküste ausgetragen, obwohl in weiten Teilen Mexikos eine Gewaltwelle herrschte.
Der Veranstalter des Turniers hatte zuvor mitgeteilt, dass man in ständiger Koordination und Kommunikation mit den Bundes-, Landes- sowie Kommunalbehörden stehe. Diese Maßnahmen sollten die Sicherheit der Teilnehmer und Zuschauer gewährleisten.
Hintergrund der Gewalt in Mexiko
Die Unruhen brachen aus, nachdem das Militär den mächtigen Drogenboss Nemesio Oseguera Cervantes, auch bekannt als "El Mencho", tötete. Als Reaktion darauf setzten dessen Anhänger Autos, Banken, Tankstellen und Läden in Brand und errichteten Straßensperren.
Bei Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und Verdächtigen kamen in dem Land, das Gastgeber einer Fußball-Weltmeisterschaft war, mindestens 74 Menschen ums Leben. Die mexikanische Regierung gab am Montag bekannt, dass die Lage bereits wieder unter Kontrolle sei.
Weitere deutsche Teilnehmer beim Turnier
Deutschlands Topspieler Alexander Zverev wird am Dienstag Ortszeit mit seiner Partie gegen den Franzosen Corentin Moutet ins Turnier starten. Während Altmaier bereits ausgeschieden ist, hofft Zverev auf bessere Ergebnisse unter den herausfordernden Umständen.
Das Tennisevent in Acapulco zeigt, wie der Sport trotz politischer und sicherheitsrelevanter Herausforderungen fortgesetzt wird. Die Organisation betonte die enge Zusammenarbeit mit den Behörden, um die Veranstaltung durchführen zu können.



