Ex-Weltmeister Priestley: Alkohol beruhigt die Nerven beim Darts
Ex-Weltmeister Priestley: Alkohol beruhigt die Nerven

Alkohol im Dartsport: Ex-Weltmeister Dennis Priestley äußert sich überraschend

Der Dartsport hat seine Wurzeln in britischen Kneipen, und die Verbindung zu Alkohol ist bis heute präsent. Doch während früher selbst Spieler regelmäßig zum Glas griffen, hat sich der Sport in den letzten Jahrzehnten stark professionalisiert. Heute locken riesige Turniere mit hohen Preisgeldern und tausenden Fans. Das Erscheinungsbild der Akteure hat sich gewandelt: Aus älteren, oft übergewichtigen Spielern sind trainierte, junge Profis geworden. Alkohol ist heute vor allem auf den Rängen zu finden. Doch Ex-Weltmeister Dennis Priestley (75) stellt nun eine überraschende These auf.

Priestley: „Alkohol beruhigt die Nerven“

Der Engländer, der 1994 Weltmeister wurde, ist überzeugt, dass auch heute noch viele Dart-Profis hinter der Bühne zur Flasche greifen. Der Grund sei simpel: „Es beruhigt einfach die Nerven. Man muss einfach genau wissen, wie viel man braucht, um die Nerven zu behalten.“ Priestley sieht Alkohol damit als eine Art Dopingmittel, eine Methode, die er selbst anwandte. Er erklärte einst, dass Profis früher „flaschenweise“ Jack Daniel’s getrunken hätten und er sein WM-Finale mit vier Bier gewonnen habe.

Profis und Verband widersprechen

Die heutigen Spieler bestreiten, vor oder während ihrer Spiele gezielt ihren Alkoholpegel zu steuern. Auch der Dartverband PDC sieht keinen Handlungsbedarf. Geschäftsführer Matthew Porter betont: „Bei uns ist es nicht so, dass wir das Gefühl haben, das kontrollieren zu müssen. Einfach, weil es nichts ist, was außer Kontrolle geraten ist.“ Er zieht einen überraschenden Vergleich: „Wenn ich Harry Kane wäre und für Bayern spielen würde, könnte ich zwei Bier trinken und dann in der Allianz Arena auflaufen. Nichts in den Regeln hält ihn davon ab.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Der neue Spielertyp: Fit und jung

Aushängeschilder der neuen Dart-Generation sind Profis wie Luke Humphries (31) oder Gian van Veen (24). Diese jungen, trainierten Spieler stehen aktuell auf Platz zwei beziehungsweise drei der Weltrangliste. Auch Gerwyn Price (41) ist zu nennen, der mit seiner Statur eher wie ein Bodybuilder wirkt. Die Bedeutung von Fitness nimmt im Dartsport stetig zu. Die Turnierdichte ist deutlich höher als in den 90er-Jahren, dazu kommen weite Reisen zu Events in Amerika, Australien und Asien. Gleichzeitig ist die Konkurrenz größer denn je. Wer dauerhaft zur Weltspitze gehören will, muss auch körperlich Höchstleistungen bringen können.

Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration