Ida Wobker: Wimbledon-Disqualifikation nach Wutausbruch – Talent mit Riesenchancen
Ida Wobker: Wimbledon-Disqualifikation nach Wutausbruch

Ida Wobker (15), das wohl größte deutsche Tennis-Talent, wurde in der ersten Runde des Junioren-Wettbewerbs von Wimbledon disqualifiziert. Aus Wut über den 44. leichten Fehler in der Partie gegen die Rumänin Maria Valentina Pop (16) feuerte sie ihren Schläger auf den Boden, von wo er ins Publikum sprang. Ihre Mentorin Barbara Rittner (53), die den Schläger auffing, sagte zu BILD: „Es war ganz unglücklich. Es wurde zum Glück niemand verletzt. Eigentlich ist sie null aggressiv.“

Wobkers Weg an die Spitze

Wobker, die normalerweise lächelnd auf den Platz kommt und kaum Wutausbrüche zeigt, hat große Ziele: „Ich will mal die Nummer 1 der Welt werden und Grand Slams spielen.“ Ihre Vorbilder sind Aryna Sabalenka (28), die Nummer 1 der Frauen, und Carlos Alcaraz (24), die Nummer 2 der Männer. Mit 14 Jahren stürmte sie im Juli 2025 in die Top 1000 der Weltrangliste – so jung war damals keine. Inzwischen steht sie auf Rang 689. In der U16-Kategorie ist sie damit die Nummer 2 hinter der Chinesin Xianran Sun (15).

Erfolge und Förderung

Bereits früh wurde ihr Talent erkannt: Norddeutsche U11-Meisterin 2021, Deutsche Meisterin U14 2023 und U16 2024, obwohl sie noch in der U14 hätte spielen können. Im August 2024 gewann sie in Dublin ihr erstes ITF-Turnier. Die Nadal Academy und die Akademie von Patrick Mouratoglou (56) meldeten sich, doch Wobker entschied sich mit ihrer Familie für den eigenen Weg über den Deutschen Tennis-Bund zu AceIn, der Agentur von Barbara Rittner. In dieser Saison spielte Wobker 2. Bundesliga für den DTV Hannover und schaffte mit dem SCC Berlin den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga.

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Stärken und Trainerstimmen

Trainer Dirk Stöbitsch (52) beschreibt ihre Stärken: „Ida spielt sehr aggressiv und schnell von der Grundlinie. Mit wenig Spin, aber mit viel Tempo. Sie will das Spiel selbst gestalten und geht auf die Winner. Sabalenka-Style also.“ Rittner ergänzt: „In Sachen Athletik, Schlaghärte und Platzposition erinnert sie mich tatsächlich an Sabalenka.“ Ihr Bruder Paul (18) spielt ebenfalls Tennis.

Rückschläge und Zukunft

Schon im Januar wollte Wobker am Junioren-Turnier der Australian Open teilnehmen, doch die Schule verbot es ihr – sie würde zu viel verpassen. Dennoch ließ sie sich nicht unterkriegen. Doch dann kam der 4. Juli in Wimbledon. Rittner zu BILD: „Es ist todtraurig. Ich war dann mit ihr auch im Schiedsrichter-Büro. Sie hat nur geweint und schämt sich sehr.“ Glück im Unglück: Im Doppel mit der Tschechin Denisa Zoldakova (18) darf sie antreten. Rittner, Tennis-Kolleginnen und der Verein haben sie aufgebaut. Andreas Strauchmann vom SCC Berlin hatte direkt Kontakt mit ihr. Der Blick geht nach vorn, oder wie Rittner sagt: „Sie wird daraus lernen.“

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