Tischtennis-Meister Ochsenhausen: Trainer muss wegen Personalmangel selbst antreten
Ochsenhausen: Trainer muss wegen Personalmangel spielen

Tischtennis-Meister Ochsenhausen: Trainer muss wegen Personalmangel selbst antreten

Der Titelverteidiger TTF Liebherr Ochsenhausen steht vor einer außergewöhnlichen Herausforderung in der Tischtennis-Bundesliga. Für das wichtige Punktspiel beim Play-off-Rivalen Werder Bremen am Mittwochabend (18.30 Uhr/Dyn) kann der deutsche Meister nicht auf genügend reguläre Spieler zurückgreifen. Diese akute Personalnot zwingt Chefcoach Bogdan Pugna zu einem ungewöhnlichen Schritt: Der 34-jährige Rumäne muss selbst an die Platte treten und greift als spielender Trainer zum Schläger.

Notaufstellung gegen Werder Bremen

Laut Vereinsangaben bildet Pugna zusammen mit dem japanischen Doppel-Weltmeister Shunsuke Togami und dem österreichischen Spieler Andreas Levenko das buchstäblich letzte Aufgebot der Oberschwaben. „Natürlich bedauere ich die Situation. Der Plan war eigentlich nicht, dass ich noch einmal selbst zum Schläger greifen muss“, erklärte der Trainer in einer Stellungnahme. Pugna sieht sich dabei offenbar lediglich als „Strohmann“ für die Aufstellung und betonte: „Entscheidend wird sein, dass die beiden Jungs, die spielen müssen, ihre Spiele gewinnen.“

Gründe für die Personalkrise

Der ungewöhnliche Einsatz des Trainers wird durch mehrere Faktoren notwendig:

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  • Der Portugiese Tiago Abiodun fällt längerfristig aus nach einer Hüftoperation am vergangenen Montag
  • Iulian Chirita wurde für ein WTT-Turnier in Indien abgestellt
  • Der Brasilianer Leonardo Iizuka darf aufgrund der TTBL-Begrenzung auf einen Nicht-EU-Ausländer pro Team und Spiel nicht zusammen mit Togami eingesetzt werden

Trainer-Einsätze in der aktuellen Saison

Pugna ist in dieser Saison nicht der erste Trainer, der in der Box antreten muss. Bereits zuvor gab es ähnliche Fälle:

  1. Beim TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell kam der langjährige Coach Qiu Yu Meng mit 52 Jahren gegen Rekordchampion Borussia Düsseldorf zu einem unerwarteten Einsatz
  2. Erik Schreyer (Post SV Mühlhausen) sprang wegen Personalmangels für sein Team ein
  3. Frederik Duda (TTC Schwalbe Bergneustadt) musste ebenfalls als Spieler aushelfen

Bislang konnte allerdings noch kein Coach gegen einen gegnerischen Profi punkten, was die besondere Herausforderung dieser Situation unterstreicht. Die außergewöhnliche Konstellation beim Meister Ochsenhausen zeigt deutlich, wie verletzungsanfällig und personalintensiv der Profi-Tischtennis-Sport sein kann.

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