Jan-Lennard Struff (36) hat bei den Wimbledon Championships 2026 für eine Sensation gesorgt, die jedoch im Viertelfinale ein Ende fand. Der deutsche Tennisprofi unterlag dem Weltranglistenersten Jannik Sinner (24) aus Italien mit 5:7, 6:7 und 3:6. Dennoch darf Struff auf ein außergewöhnliches Turnier zurückblicken, das ihn in die Herzen der deutschen Tennisfans spielte.
Struffs Aufstieg in der Weltrangliste und Preisgeld
Durch das Erreichen des Viertelfinales verbessert sich Struff in der Weltrangliste von Position 74 auf etwa Platz 40. Damit ist er hinter Alexander Zverev (29) wieder der zweitbeste Deutsche. Zudem erhält er ein Preisgeld von 561.000 Euro vor Steuern. Als Mitglied des exklusiven „Last 8 Club“ aller Wimbledon-Viertelfinalisten seit 1986 sichert er sich zudem eine lebenslange Mitgliedschaft. Struff, der bereits im vergangenen Jahr als 35-Jähriger das Achtelfinale der US Open erreichte, zeigt damit erneut, dass sein Alter kein Hindernis ist.
Der Matchverlauf: Enge Sätze und kuriose Szene
Die Partie auf Court 1 war von Beginn an hart umkämpft. Sinner, der mit den heißen Temperaturen um 30 Grad besser zurechtkam als bei den French Open in Paris, wo er in der zweiten Runde ausschied, sicherte sich den ersten Satz mit einem Break zum 6:5. Im zweiten Satz sorgte eine kuriose Szene für Aufsehen: Struff fiel während eines Ballwechsels ein Ball aus der Hosentasche, woraufhin der Punkt wiederholt wurde. Struff gewann diesen und das anschließende Spiel zum 1:0. Obwohl er später einen Satzball beim 5:4 vergab, kämpfte er sich in den Tiebreak, den Sinner jedoch für sich entschied. Auch der dritte Satz blieb lange ausgeglichen, bis Sinner das entscheidende Break zum 5:3 gelang. Nach 2 Stunden und 34 Minuten verwandelte der Titelverteidiger seinen ersten Matchball und darf nun auf seinen fünften Grand-Slam-Titel hoffen.
Reaktionen und Ausblick
„Was für ein geiles Turnier! Noch nie präsentierte sich Jan-Lennard Struff so gut bei einem Grand Slam“, schrieb Sebastian Kayser in seinem Bericht. Die deutschen Tennisfans feiern Struff für seine kämpferische Leistung. „Danke, Struffi, für diese tollen Stunden“, hieß es. Nun richtet sich der Blick auf die US Open Ende August, wo Struff erneut angreifen will. Mit dem gewonnenen Selbstvertrauen und der verbesserten Weltranglistenposition ist er bereit für weitere Erfolge.



