Tennis-Skandal: Argentinier Aboian für fast sieben Jahre gesperrt
Die International Tennis Integrity Agency (ITIA) hat den argentinischen Tennisspieler Leonardo Aboian für sechs Jahre und neun Monate gesperrt. Der 27-Jährige wurde mehrerer Wettmanipulationen für schuldig befunden und zudem mit einer Geldstrafe von 40.000 US-Dollar belegt, wovon 25.000 Dollar auf Bewährung ausgesetzt sind. Diese drastische Maßnahme folgt auf Aboians Geständnis von 30 Verstößen gegen das sogenannte Tennis Anti-Corruption Program (TACP).
Geständnis umfasst acht manipulierte Partien
Aboian räumte ein, zwischen 2018 und 2025 insgesamt acht seiner eigenen Matches manipuliert zu haben. Diese fanden sowohl im Einzel als auch im Doppel auf der ITF World Tour und der Challenger-Tour der ATP statt. Zu den konkreten Vergehen zählten laut ITIA die Erleichterung von Wetten, die Manipulation von Spielergebnissen, die Annahme von Zahlungen für nicht volles Engagement sowie die Nichtmeldung von Korruptionsversuchen. Diese Handlungen stellen einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Integrität des Sports dar.
Karrierehöhepunkt und sofortige Konsequenzen
Der Argentinier hatte im April 2025 mit Rang 229 seine beste Platzierung in der Weltrangliste erreicht, bevor seine Karriere jäh ins Stocken geriet. Seit September 2025 war Aboian bereits vorläufig gesperrt, was nun auf die endgültige Sperre angerechnet wurde. Theoretisch könnte er am 18. Juni 2032 wieder in einem offiziellen Match antreten. Während der Sperre ist es ihm jedoch strikt untersagt, an Tennisveranstaltungen teilzunehmen, bei diesen zu trainieren oder sie zu besuchen.
Umfassendes Teilnahmeverbot für Profi-Turniere
Das Verbot erstreckt sich auf Turniere aller großen Profi-Organisationen, einschließlich der ATP und WTA, der ITF sowie der prestigeträchtigen Grand-Slam-Turniere. Die ITIA betonte, dass solche Maßnahmen notwendig sind, um die Glaubwürdigkeit des Tennissports zu wahren und künftige Manipulationen abzuschrecken. Dieser Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der Behörden, Korruption im Profisport konsequent zu bekämpfen.



