Frühes Turnierende: Zverevs bittere Niederlage in Mexiko
Für Alexander Zverev endete das ATP-Turnier in Acapulco bereits nach der zweiten Runde mit einer herben Enttäuschung. Der 28-jährige Hamburger, der als Topgesetzter angetreten war, verlor sein Match gegen den Serben Miomir Kecmanovic nach 2 Stunden und 35 Minuten mit 3:6, 7:6 (7:3), 6:7 (4:7). Diese Niederlage kommt als besonders bitterer Dämpfer, gerade einmal drei Wochen nach dem Halbfinal-Aus bei den Australian Open.
Fehleranfällige Leistung des Deutschen
Anders als beim Auftaktsieg gegen Corentin Moutet wirkte Zverev in diesem Match ungewöhnlich wacklig und fehleranfällig. Bereits im ersten Satz musste er zwei Breaks hinnehmen, was die Grundlage für die spätere Niederlage legte. Zwar kämpfte sich der Weltranglisten-Vierte zurück und gewann den zweiten Satz im Tiebreak, doch im entscheidenden dritten Durchgang fehlte die letzte Konsequenz. Besonders bei eigenem Aufschlag zeigte Zverev Schwächen, die sein Gegner konsequent ausnutzte.
Historischer Moment für Kecmanovic
Für Miomir Kecmanovic (26) bedeutete dieser Sieg einen historischen Karrieremoment. Es war sein erster Erfolg gegen einen Spieler aus den Top 5 der Weltrangliste. „Ich glaube, ich war in den entscheidenden Momenten aggressiver. Ich habe viel besser aufgeschlagen als sonst, daher bin ich froh, dass es heute so gut gelaufen ist“, kommentierte der Weltranglisten-84. seinen Coup nach dem Match. Der Serbe betonte weiter: „Er ist natürlich der große Favorit, daher hatte ich keinen Druck, aber man muss trotzdem in den entscheidenden Momenten gut spielen, das Match zu Ende bringen.“
Ungünstiger Zeitpunkt für Zverev
Das frühe Aus in Acapulco kommt für Alexander Zverev zur denkbar ungünstigsten Zeit. Das Hartplatz-Turnier in Mexiko gilt als wichtiger Formtest vor den anstehenden Masters-Events in Indian Wells und Miami im März. Statt des erhofften Selbstvertrauensschubs nimmt der deutsche Tennisstar nun viele Fragezeichen mit in die kommenden Wettkämpfe. Die Niederlage wirft erneut Licht auf die mentale Stabilität des Spielers in entscheidenden Matchphasen.
Turnier trotz Sicherheitsbedenken
Das Turnier in Acapulco findet trotz der jüngsten Gewaltwelle in Teilen Mexikos statt. Die Veranstalter hatten im Vorfeld betont, man stehe mit den Behörden in „ständiger Koordination und Kommunikation“, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten. Sportlich ist das Kapitel Acapulco für Zverev damit jedoch bereits beendet – eine Blamage, die der Hamburger nun schnell verarbeiten muss.
Im Viertelfinale trifft Miomir Kecmanovic nun auf den Franzosen Terence Atmane, während Alexander Zverev bereits die Heimreise antritt. Für den deutschen Tennisstar beginnt nun die Vorbereitung auf die nächsten Herausforderungen, wobei die Niederlage in Acapulco sicherlich nachwirken wird.



