Zverev verpasst Rekord in München: Cobolli triumphiert im emotionalen Halbfinale
Zverev chancenlos im München-Halbfinale gegen Cobolli

Zverevs Rekordtraum in München platzt im Halbfinale

Alexander Zverev hätte mit einem Sieg bei den BMW Open in München zum alleinigen Rekordchampion des Sandplatzturniers aufsteigen können. Doch dieser Traum zerplatzte am Samstag im Halbfinale gegen den Italiener Flavio Cobolli. Der Weltranglistendritte aus Deutschland unterlag in nur 69 Minuten mit 3:6, 3:6 und zeigte sich anschließend frustriert über seine körperliche Verfassung.

Emotionaler Sieg für Cobolli nach traurigem Verlust

Während Zverev wortlos den Center Court verließ, vergoss sein Gegner Tränen der Erleichterung und Trauer. Der 23-jährige Cobolli offenbarte nach dem Match, dass am Freitag ein guter Freund aus seinem Tennisclub verstorben war. "Ich widme ihm das Match", sagte der Italiener sichtlich bewegt. "Ich habe das ganze Spiel an ihn gedacht und an einem harten Tag einen Weg gefunden zu kämpfen. Der Finaleinzug bedeutet mir sehr viel."

Zverevs körperliche Grenzen und Cobollis Dominanz

Zverev, der in diesem Jahr bereits zum fünften Mal in einem Halbfinale stand und zum fünften Mal verlor, gab zu, an seine physischen Grenzen gestoßen zu sein. "Ich glaube, das war eines seiner besseren Matches", lobte er Cobolli. "Aber ich muss auch sagen: Meine Beine waren nicht mehr da. Ich habe viele Spiele bestritten in den jüngsten Wochen. Wenn du dann zehn oder zwanzig Prozent langsamer bist und er so ein Match spielt, dann wird es schwierig."

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Der Italiener, der 2025 das ATP-500-Turnier in Hamburg gewonnen hatte, dominierte die Begegnung vor rund 6.500 Zuschauern mit 32 Winner-Schlägen, davon 20 allein im ersten Satz. Bereits beim vorentscheidenden Break zum 1:3 im ersten Satz setzte er Zverev mit zwei erfolgreichen Stoppbällen unter Druck. Im zweiten Durchgang nahm er dem Deutschen direkt den Aufschlag im ersten Spiel und später erneut zum 5:2.

Zverevs Vorahnung und nächste Chancen

"Er ist ein junger Spieler, der auch sehr, sehr wild sein kann", hatte Zverev vor der Partie prognostiziert. "Wenn er gut spielt, kann er sehr, sehr gut spielen." Diese Einschätzung bestätigte Cobolli eindrucksvoll. Für Zverev bedeutet die Niederlage, dass er weiter auf sein erstes Endspiel in diesem Kalenderjahr warten muss. Nach früheren Halbfinalniederlagen bei den Australian Open gegen Carlos Alcaraz und bei drei Masters-Events gegen Jannik Sinner, plant er nun den nächsten Anlauf beim Masters in Madrid.

Finale gegen Shelton und statistische Randnotiz

Der an Nummer vier gesetzte Cobolli trifft im Endspiel am Sonntag um 13.30 Uhr auf Ben Shelton aus den USA. Die Nummer zwei der Setzliste besiegte den slowakischen Qualifikanten Alex Molcan mit 6:3, 6:4 und erreichte wie im Vorjahr das Münchner Finale. Damals unterlag er Zverev. Statistisch bleibt für den Deutschen nur der kleine Trost, dass außer ihm kein anderer Profi in der Saison 2026 fünfmal auf der ATP-Tour in einer Vorschlussrunde stand.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration