Berliner Volleyballer erleiden klare Niederlage im CEV Cup
Für den deutschen Serienmeister Berlin Recycling Volleys hat der Wiedereinstieg in den CEV Cup nach zehnjähriger Abwesenheit mit einer enttäuschenden Niederlage begonnen. Im Viertelfinal-Hinspiel des zweithöchsten europäischen Klubwettbewerbs unterlagen die Hauptstädter am Mittwochabend dem italienischen Spitzenteam Gas Sales Bluenergy Piacenza mit 0:3 (17:25, 14:25, 18:25). Die Berliner zeigten sich gegen die überlegenen Italiener chancenlos und müssen nun um das schnelle Aus im Titelkampf bangen.
Italienische Dominanz in allen Spielabschnitten
Das Team aus Piacenza demonstrierte von Beginn an seine internationale Klasse und ließ den deutschen Meister kaum zu Atem kommen. In allen drei Sätzen kontrollierten die Italiener das Spielgeschehen und setzten ihre technische Überlegenheit konsequent in Punkte um. Die Berlin Recycling Volleys fanden keine Antwort auf die aggressive Aufschlag- und Angriffsvariante des Gegners und mussten sich nach nur 81 Spielminuten geschlagen geben.
Lüneburg setzt Titelerfolg fort
Wesentlich besser verlief der Abend für den zweiten deutschen Vertreter im Wettbewerb. Die SVG Lüneburg, die erst vier Tage zuvor ihren ersten DVV-Pokal in der Klubgeschichte gewonnen hatte, zeigte eine bemerkenswert reife Leistung gegen den französischen Klub Stade Poitevin Poitiers. Unter der Leitung von Trainer Stefan Hübner sicherten sich die Niedersachsen einen 3:1-Erfolg (25:23, 25:22, 22:25, 25:14) und knüpften damit nahtlos an ihre jüngsten Erfolge an.
Gemeinsamer Weg in den CEV Cup
Beide deutschen Mannschaften hatten zuvor in der Vorrunde der Champions League nicht überzeugen können und waren als Gruppendritte in den CEV Cup gewechselt. Für die Berlin Recycling Volleys bedeutet dieser Wettbewerb eine besondere Herausforderung, denn ihr letzter internationaler Titel stammt aus dem Jahr 2016, als sie genau diesen CEV Cup gewannen. Die Wiederholung dieses Erfolgs scheint nach der deutlichen Niederlage gegen Piacenza in weite Ferne gerückt.
Ausblick auf die Rückspiele
Die Berliner Volleyballer stehen nun vor einer enormen Herausforderung. Für das Weiterkommen im Wettbewerb benötigen sie im Rückspiel am Mittwoch um 19:30 Uhr in Norditalien mehr als nur eine Leistungssteigerung. Die SVG Lüneburg tritt dagegen bereits am Dienstag um 20:00 Uhr in Frankreich an, um ihren Vorsprung aus dem Hinspiel zu verteidigen und ins Halbfinale einzuziehen.
Die unterschiedlichen Ergebnisse der beiden deutschen Teams zeigen die aktuelle Volleyball-Landschaft in Europa deutlich: Während Lüneburg mit jungen Talenten und Teamgeist überzeugen kann, müssen die etablierten Berliner Recycling Volleys ihre internationale Konkurrenzfähigkeit dringend unter Beweis stellen.



