Biathlon-Enttäuschung in Antholz: Franziska Preuß verpasst Medaille beim letzten Schießen
Biathlon: Preuß verpasst Medaille beim letzten Schießen

Biathlon-Enttäuschung für Franziska Preuß in Antholz

Die italienischen Fans jubelten bei den olympischen Biathlon-Wettkämpfen in Antholz, während die deutschen Anhänger erneut enttäuscht wurden. Im Verfolgungsrennen hatte Franziska Preuß (31) realistische Medaillenchancen, doch am Ende blieb die Hoffnung auf Edelmetall unerfüllt.

Die Tragödie beim letzten Schießen

Nach einem siebten Platz im Sprint und einem Rückstand von einer Minute war klar, dass Preuß eine fehlerfreie Vorstellung benötigen würde. Die Biathletin arbeitete sich im Rennen kontinuierlich nach vorne und blieb bei den ersten drei Schießeinlagen komplett ohne Fehler. Dadurch schob sie sich von Platz sieben mit einer Minute Rückstand bis an die Podestplätze heran.

Vor dem letzten Schießen befand sie sich in einer Dreiergruppe mit etwa einer halben Minute Rückstand auf das Führungsduo aus Ingrid Landmark Tandrevold (Norwegen) und Lisa Vitozzi (Italien). Beim entscheidenden letzten Stehendschießen zeigte sich dann das bekannte Problem: Preuß traf nur drei von fünf Scheiben und musste zwei Strafrunden absolvieren.

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Bereits in der Mixed-Staffel, im Einzelrennen und im Sprint hatte die Deutsche beim Stehendschießen erhebliche Schwierigkeiten gezeigt. Jetzt bleibt ihr nur noch ein Rennen für den großen Traum einer olympischen Einzelmedaille – am Samstag im Massenstart.

Italien feiert Gold vor heimischem Publikum

Während Preuß ihre Chance verpasste, sicherte sich Lisa Vitozzi vor den heimischen Fans in Antholz die Goldmedaille. Die Norwegerin Ingrid Landmark Tandrevold, die nach Gold im Sprint angetreten war, musste beim letzten Schießen zweimal in die Strafrunde und sicherte sich Silber. Bronze ging an Suvi Minkkinen aus Finnland.

Franziska Preuß landete als beste Deutsche auf Platz sechs, eine enttäuschende Platzierung angesichts ihrer früheren Position im Rennen.

Deutsche Männer enttäuschen ebenfalls

Bereits am Vormittag hatten die deutschen Männer in der Verfolgung enttäuscht. Die Athleten waren läuferisch nicht auf der Höhe und selbst bei guten Schießleistungen verpuffte der Effekt in der Loipe. Die Platzierungen sprechen eine deutliche Sprache: Philipp Horn auf Platz 11, Philipp Nawrath auf Platz 25, Justus Strelow auf Platz 30 und David Zobel auf Platz 34.

Unschlagbar zeigte sich dagegen Martin Ponsiluoma aus Schweden. Der Schwede startete nur als Siebter, leistete sich aber bei 20 Schüssen nur einen einzigen Fehler und dominierte das Rennen souverän. Silber ging an Sturla Holm Laegreid aus Norwegen, Bronze an Emilien Jacquelin aus Frankreich.

Die deutschen Biathleten müssen nun dringend an ihrer Form arbeiten, um in den verbleibenden Wettkämpfen noch Anschluss an die Weltspitze zu finden.

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