Olympia-Debakel: Deutsche Kombinierer verpassen erstmals seit 1998 Medaille
Deutsche Kombinierer ohne Medaille bei Olympia

Olympia-Debakel: Deutsche Kombinierer verpassen erstmals seit 1998 eine Medaille

Die deutschen Nordischen Kombinierer haben bei den Olympischen Winterspielen ein historisches Debakel erlebt und beenden die Spiele erstmals seit 1998 ohne eine einzige Medaille. Trotz hervorragender Gold-Aussichten nach dem Skispringen fielen Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger im entscheidenden Langlaufrennen noch von der Spitzenposition auf den enttäuschenden fünften Platz zurück.

Stürze kosten deutsche Hoffnungen

Bis zur achten Runde gehörte das deutsche Duo noch zur absoluten Spitzengruppe und kämpfte um die vorderen Plätze. Dann kam der dramatische Wendepunkt: Vinzenz Geiger stürzte gleich zweimal, kollidierte dabei mit einem Konkurrenten und verlor wertvolle Sekunden, die am Ende nicht mehr aufzuholen waren. Die deutsche Mannschaft musste sich am Ende mit einem Rückstand von 1:06,1 Minuten auf Gold begnügen.

Norweger triumphieren, Finnen und Österreicher auf dem Podest

Den Olympiasieg sicherten sich die Norweger Andreas Skoglund und Jens Luraas Oftebro, die über die gesamte Distanz eine starke Leistung zeigten. Silber ging an die Finnen Eero Hirvonen und Ilkka Herola, während die Bronzemedaille an die Österreicher Stefan Rettenegger und Johannes Lamparter vergeben wurde. Für das deutsche Team blieb nur die bittere Erkenntnis, dass eine eigentlich mögliche Medaille aus der Hand gegeben wurde.

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Vielversprechender Start im Skispringen

Dabei hatte alles so gut begonnen: Im Skispringen unter schwierigen Bedingungen mit dichtem Schneetreiben zeigten Rydzek und Geiger starke Leistungen. Johannes Rydzek, der bei seinen wohl letzten Olympischen Spielen antrat, sprang 123 Meter weit, während Vinzenz Geiger in Predazzo nach 122,5 Metern landete. Mit einem komfortablen Vorsprung von 13 Sekunden auf die norwegischen Verfolger ging das deutsche Duo voller Optimismus ins Langlaufrennen.

Teamsprint als besondere Herausforderung

Im Teamsprint der Nordischen Kombination laufen zwei Athleten pro Mannschaft im Wechsel, wobei jeder Sportler fünf Runden absolviert. Jede Runde ist 1,5 Kilometer lang, was eine besondere taktische Herausforderung und hohe koordinative Fähigkeiten erfordert. Die deutsche Mannschaft zeigte hier zwar Engagement, konnte aber die anfängliche Führung nicht bis ins Ziel retten.

Schlechte Vorzeichen bei Einzelwettbewerben

Schon die Einzel-Wettbewerbe auf der Normalschanze und auf der Großschanze in Predazzo waren für die deutschen Kombinierer enttäuschend verlaufen. Vor allem im Skispringen hatte das Team von Bundestrainer Eric Frenzel mit großen Problemen zu kämpfen, die sich nun auch im Teamsprint fortsetzten. Die fehlende Konstanz in der Leistung wurde am Ende zum entscheidenden Nachteil.

Dieses Olympia-Debakel markiert einen historischen Tiefpunkt für die deutschen Nordischen Kombinierer, die über Jahrzehnte hinweg regelmäßig Medaillen bei Winterspielen gewinnen konnten. Die Analyse der Fehler und die Vorbereitung auf zukünftige Wettkämpfe werden nun im Mittelpunkt stehen.

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