Deutsche Skispringer verpassen Podestplatz im letzten Teamwettbewerb der Saison
Die deutschen Skispringer haben im finalen Teamwettbewerb der Wintersaison keinen Platz auf dem Podest erreicht. Beim spektakulären Skiflug-Event im slowenischen Planica belegte das deutsche Quartett, bestehend aus Andreas Wellinger, Karl Geiger, Philipp Raimund und Pius Paschke, lediglich den vierten Rang. Der Sieg ging an das österreichische Team, das sich vor den Mannschaften aus Japan und Norwegen durchsetzte.
43,3 Punkte fehlen auf Platz drei
Den deutschen Springern fehlten am Ende 43,3 Punkte auf den dritten Platz. Aus dem deutschen Team zeigte einzig Andreas Wellinger zwei konstant gute Sprünge. Karl Geiger, der im ersten Durchgang noch überzeugen konnte, ließ im zweiten Durchgang mehrere Meter liegen. Starker Wind sorgte während des Wettbewerbs mehrfach für Unterbrechungen und beeinflusste die Bedingungen für alle Athleten.
Auch der Saisondominator zeigt Schwächen
Interessanterweise zeigte auch der große Dominator dieser Wintersaison, der Slowene Domen Prevc, Unsicherheiten. Mit dem Gastgeberteam Slowenien landete er letztlich nur auf dem fünften Platz. Dies unterstreicht die herausfordernden Bedingungen in Planica, die selbst die besten Springer vor Probleme stellten.
Abschied von Bundestrainer Stefan Horngacher steht bevor
Am Sonntag steht zum Abschluss der Saison noch ein Einzel-Skifliegen auf dem Programm. Dieses Event markiert gleichzeitig den Abschied des scheidenden Bundestrainers Stefan Horngacher. Wer auf den Österreicher folgen wird, ist derzeit noch offen.
DSV-Sportdirektor kündigt zeitnahe Entscheidung an
Der Sportdirektor des Deutschen Skiverbands, Horst Hüttel, bat in einer Stellungnahme im ZDF um „noch ein paar Tage Geduld“. Man stehe „direkt vor der Zielgeraden“ bei der Suche nach einem Nachfolger, sei aber „noch nicht drüber“. Hüttel versicherte, dass eine Entscheidung zur Bundestrainer-Nachfolge in Kürze kommuniziert werde – es werde „nicht mehr lange dauern“.
Zur Arbeit von Stefan Horngacher in den vergangenen sieben Jahren äußerte sich Hüttel zufrieden: „In Summe Schulnote zwei, würde ich sagen“. Der Österreicher war im Jahr 2019 auf Ex-Bundestrainer Werner Schuster gefolgt und hat seitdem die deutschen Skispringer betreut.
Die enttäuschende Platzierung im letzten Teamwettbewerb der Saison wirft nun Fragen zur Zukunft des deutschen Skisprungteams auf. Alle Augen richten sich auf die anstehende Entscheidung zur Bundestrainer-Nachfolge und die Entwicklung der Athleten in der kommenden Saison.



