Deutsches Mixed-Team fliegt am Podest vorbei
Nach dem Sensations-Gold von der Normalschanze blieb die erhoffte zweite Medaille für Deutschlands Skisprung-Überflieger Philipp Raimund aus. Der 25-Jährige verpasste mit dem Mixed-Team bei den Olympischen Winterspielen in Predazzo eine Platzierung auf dem Treppchen. An der Seite von Agnes Reisch (26), Felix Hoffmann (28) und Selina Freitag (23) reichte es am Dienstagabend nur zu Platz vier.
Historischer Olympiasieg für Slowenien
Den Olympiasieg sicherte sich das slowenische Team mit Nika Vodan (25), Anze Lanisek (29), Nika Prevc (20) und Tourneesieger Domen Prevc (26). Historisch bedeutsam: Die Prevcs sind das erste Geschwisterpaar, das gemeinsam olympisches Gold im Skispringen gewinnt. Silber ging an Norwegen, Bronze an Japan.
Deutschland flog am Podest vorbei – auch weil die erwartete zweite Raimund-Show ausblieb. 24 Stunden nach seinem großen Triumph von der Normalschanze zeigte der 25-Jährige zwar zwei solide Sprünge auf 98 Meter und 102,5 Meter. Doch das reichte nicht aus, um das deutsche Team noch einmal entscheidend nach vorne zu bringen. Am Ende fehlten den Deutschen lediglich 1,2 Punkte beziehungsweise 66 Zentimeter auf die Bronzemedaille.
Knackpunkt im ersten Durchgang
Der entscheidende Moment kam bereits im ersten Durchgang: Nach stabilen Sprüngen von Agnes Reisch (95,5 Meter) und Felix Hoffmann (100,5 Meter) ließ vor allem Selina Freitag mit einem verpatzten Sprung auf 91,5 Meter die Kette abreißen. Skisprung-Legende Sven Hannawald (51) kommentierte enttäuscht in der ARD: „Ach du Gott, Eieiei.“
Auch weil Philipp Raimund nicht den erhofften Turbo zünden konnte, lag Deutschland zur Halbzeitpause nur auf Platz vier – eine Position, die bis zum Ende des Wettbewerbs nicht mehr verbessert werden konnte. Die nächste Gold-Chance für den deutschen Hoffnungsträger gibt es bereits am Sonntag (18.45 Uhr) von der Großschanze.



