Eisschnelllauf-Enttäuschung bei Olympia: Deutsche Athleten blicken mit Wut auf 2030
Eisschnelllauf-Enttäuschung: Deutsche blicken auf 2030

Eisschnelllauf-Enttäuschung bei Olympia: Deutsche Athleten blicken mit Wut auf 2030

Die deutschen Eisschnellläufer haben bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand erneut keine Medaille gewonnen, was die nun schon 16 Jahre dauernde Durststrecke fortsetzt. Statt sportlicher Höhepunkte dominieren enttäuschende Ergebnisse und interne Verbandsprobleme die Schlagzeilen.

Finn Sonnekalb: Hoffnungsträger mit Rückschlag

Finn Sonnekalb, der große Hoffnungsträger der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG), konnte bei seinen ersten Olympischen Spielen nicht überzeugen. Über 1.500 Meter landete der 18-Jährige aus Thüringen auf einem enttäuschenden 13. Platz, nachdem er sich zu Beginn der Spiele einen Infekt zugezogen hatte. „Ich bin auf jeden Fall noch nicht bei 100 Prozent“, gab Sonnekalb zu, der auch über 1.000 Meter nur den zwölften Rang erreichte. Seine Sportdirektorin Nadine Seidenglanz betonte, dass er bei optimaler Vorbereitung „auf jeden Fall in Medaillennähe gewesen“ wäre.

Beste Ergebnisse und Zukunftspläne

Die besten Einzelergebnisse für Deutschland erzielten Sophie Warmuth über 500 Meter und Maira Jasch über 5.000 Meter, die jeweils Achte wurden. In der Teamverfolgung der Frauen scheiterte man bereits im Viertelfinale. Trotz der Rückschläge blickt Sonnekalb mit „Wut im Bauch“ auf die nächsten vier Jahre bis zu den Olympischen Spielen 2030 in den französischen Alpen. Seidenglanz hofft, dass das junge Team bis dahin Erfahrungen sammelt und breiter im Medaillenkampf aufgestellt ist.

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Verbandsprobleme und politische Prüfungen

Parallel zu den sportlichen Enttäuschungen sorgte ein Bericht der „Sportschau“ über angebliche Unregelmäßigkeiten bei der DESG für Wirbel. Die Verbandsspitze äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen und kündigte eine Pressekonferenz nach den Spielen an. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zeigte sich sensibilisiert und erwartet Einhaltung der rechtlichen Vorgaben. Das Bundeskanzleramt bestätigte, dass die DESG „bereits seit längerer Zeit intensiv“ durch Bundesbehörden begleitet wird.

Insgesamt hinterlassen die Winterspiele 2026 eine gemischte Bilanz für den deutschen Eisschnelllauf, mit Fokus auf Lernprozesse und die Hoffnung auf bessere Zeiten bei den kommenden Olympischen Wettbewerben.

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