Olympia-Debüt endet mit Frust: Eisschnelllauf-Hoffnung Sonnekalb erkrankt
Es sollte der große Durchbruch werden, doch es wurde eine schmerzhafte Erfahrung. Der deutsche Eisschnellläufer Finn Sonnekalb (18) aus Erfurt hat bei seinen ersten Olympischen Spielen in Mailand 2026 eine herbe Enttäuschung erlebt. Der Thüringer, der im Vorfeld als Medaillenkandidat gehandelt wurde, landete lediglich auf Platz 12 über 1000 Meter und Rang 13 auf seiner Spezialstrecke 1500 Meter.
Krankheit zerstört Medaillenträume
„Hätte mir zu Saisonbeginn jemand gesagt, dass ich mit zwei Top-15-Platzierungen bei Olympia extrem unzufrieden bin, hätte ich das nicht geglaubt“, gesteht Sonnekalb. Die Weltcup-Ergebnisse hatten berechtigte Hoffnungen genährt: Hinter dem amerikanischen Überflieger Jordan Stolz (21) hatte er je einen zweiten und dritten Platz sowie zwei vierte Plätze erreicht.
Doch kurz nach seiner Ankunft in Italien erkrankte der Athlet schwer. Tage im Bett mit Fieber und Schüttelfrost folgten. „Ich bestritt den 1000-Meter-Lauf quasi aus der Kälte heraus“, erklärt Sonnekalb. Auch eine Woche später bei den 1500 Metern spürte er noch die Nachwirkungen: „Es war keine Kraft da. Ich war nach 300 Metern blau.“
Wut als Treibstoff für die Zukunft
Was bleibt von den ersten Olympischen Spielen? „Von den zwei Wochen hier lag ich eine Woche im Bett. Es macht Wut im Bauch, und das ist genau das, was ich für die nächsten vier Jahre brauche“, sagt der dreimalige Jugend-Olympiasieger entschlossen. Statt zu verkopft an die Sache heranzugehen, will er nun mit neuer Motivation trainieren.
In Nizza 2030, wo die Austragungsorte für die Eisschnelllauf-Wettbewerbe noch offen sind, wird Sonnekalb erst 22 Jahre alt sein – ein perfektes Alter für den großen Wurf. Doch zunächst steht die Junioren-WM in Inzell an, sein erster Wettkampf mit der neu gewonnenen Wut im Bauch.
Auch Stolz verpasst erwartetes Gold
Übrigens: Nicht nur Sonnekalb erlebte Enttäuschungen in Mailand. Auch Superstar Jordan Stolz musste sich geschlagen geben. Der Amerikaner holte „nur“ Silber hinter dem Chinesen Zhongyan Ning (26) und verpasste damit seine erwartete dritte Goldmedaille bei diesen Winterspielen.
Für Finn Sonnekalb bleibt die Erkenntnis, dass Olympia nicht nur Glanz, sondern auch harte Rückschläge bereithält. Doch der junge Thüringer hat bereits einen Plan: Die Enttäuschung von Mailand in Motivation für die kommenden vier Jahre verwandeln.



