„Free Palestine“-Rufe im Olympia-Shop: Mitarbeiter abgezogen – Verstoß gegen Neutralität
„Free Palestine“-Rufe im Olympia-Shop: Mitarbeiter abgezogen

„Free Palestine“-Rufe im Olympia-Shop: Mitarbeiter nach Vorfall abgezogen

Ein Video aus einem Fanartikel-Shop bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo hat für erhebliche Aufregung gesorgt. Darin ist zu sehen, wie ein Mitarbeiter an der Kasse wiederholt den propalästinensischen Slogan „Free Palestine“ in Richtung israelischer Fans ruft, die sich in ihre Landesflagge gehüllt hatten. Die Organisatoren der Spiele haben umgehend reagiert und die betroffene Person von ihrem Dienst abgezogen.

Organisatoren bestätigen Verstoß gegen Verhaltenskodex

Ein Sprecher des lokalen Organisationskomitees Milano Cortina 2026 teilte mit, dass der Vorfall am vergangenen Donnerstag stattfand und sofort behandelt wurde. In einer offiziellen Erklärung heißt es: „Milano Cortina 2026 hat festgestellt, dass ein eindeutiger Verstoß gegen den Verhaltenskodex für Mitarbeitende und Auftragnehmer vorlag. Dieser schreibt ausdrücklich vor, dass während des Dienstes das Äußern politischer Meinungen nicht erlaubt ist, um die strikte Neutralität der Spiele zu wahren.“

Luca Casassa, Sprecher des Komitees, betonte bei einer Pressekonferenz, dass der Mitarbeiter für einen Subunternehmer gearbeitet habe und nicht direkt für Milano Cortina 2026 angestellt war. Offen blieb zunächst, ob die Maßnahme dauerhaft oder nur temporär gilt. Die Organisatoren unterstreichen damit ihre Entschlossenheit, politische Neutralität während der Spiele durchzusetzen.

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Video löst Diskussionen in sozialen Medien aus

Das Video, das in den vergangenen Tagen in sozialen Medien kursierte, zeigt den Vorfall in einem Shop, in dem Fanartikel zu den Olympischen Spielen verkauft werden. Deutlich ist zu hören, wie der Mitarbeiter den Slogan mehrfach wiederholt. Dies hat zu breiten Diskussionen über die Einhaltung von Verhaltensregeln bei internationalen Sportveranstaltungen geführt.

Auf die Frage, ob aufgrund des Vorfalls Sicherheitsmaßnahmen erhöht werden, antwortete IOC-Sprecher Mark Adams: „Wir kommentieren Sicherheitsfragen grundsätzlich nicht, aus offensichtlichen Gründen.“ Er versicherte jedoch, dass Menschen jeder Religion und jedes Landes bei den Spielen willkommen seien. Der Vorfall unterstreicht die sensiblen politischen Dimensionen, die auch im Umfeld von Sportgroßereignissen präsent sind.

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