Katharina Hennig Dotzler kritisiert 50-km-Langlauf für Frauen als falsche Gleichberechtigung
Hennig Dotzler: 50-km-Langlauf für Frauen ist Gleichmacherei

Olympiasiegerin Hennig Dotzler übt scharfe Kritik an neuer Langlauf-Distanz für Frauen

Die deutsche Langläuferin Katharina Hennig Dotzler hat deutliche Worte für eine Neuerung bei den Olympischen Winterspielen gefunden. Die Olympiasiegerin im Team Sprint von 2022 kritisiert die Einführung eines 50-Kilometer-Rennens für Frauen als falsch verstandene Gleichberechtigung.

Biologische Unterschiede statt Diskriminierung

„Ich bin definitiv dagegen, dass Frauen 50 Kilometer laufen“, sagte Hennig Dotzler in einem klaren Statement. „Diese ganzen Strecken-Anpassungen: Das hat für mich nichts mit Gleichberechtigung zu tun.“ Die 29-Jährige betonte dabei die natürlichen Unterschiede zwischen den Geschlechtern: „Wir Frauen haben einen anderen Körper. Die Biologie ist eine andere. Da fühle ich mich auch nicht diskriminiert.“

Die Athletin erklärte weiter: „Das ist halt einfach so. Wir haben halt andere Stärken. Deswegen finde ich, muss eine Frau nicht 50 Kilometer laufen.“ Bei den vergangenen Olympia-Ausgaben war das längste Frauenrennen noch 30 Kilometer lang gewesen – eine Distanz, die Hennig Dotzler für angemessener hält.

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Premiere mit gemischten Gefühlen

An diesem Sonntag werden Hennig Dotzler, Katherine Sauerbrey und ihre internationalen Konkurrentinnen erstmals bei Olympischen Winterspielen über die 50-Kilometer-Distanz gefordert. Die deutsche Spitzenathletin äußerte sich vor ihrem letzten Olympia-Start kritisch zu dieser Premiere.

„Weil am Ende laufen wir halt blöd gesagt 20, 30 Minuten länger“, so Hennig Dotzler. „Das ist Gleichmacherei und nicht Gleichberechtigung.“ Sie hinterfragte auch den Unterhaltungswert für Zuschauer: „Ich weiß nicht, ob das für den Zuschauer interessant ist, wenn dann eine Gruppe von zwei Leuten und vielleicht eine einzelne Dame eine Stunde alleine vorneweg läuft.“

Kritik am Weltverband Fis

Die Olympiasiegerin richtete ihre Kritik direkt an den internationalen Skiverband Fis. „Man müsse schon nochmal drüber nachdenken, ob man nicht das Ganze nochmal zurückdreht“, forderte Hennig Dotzler. Allerdings hegt sie wenig Hoffnung auf Veränderung: „Das hat die Fis entschieden und auf unsere Nachfrage hin, gibt es daran auch nichts mehr zu rütteln.“

Die Diskussion um die richtige Balance zwischen Gleichberechtigung und Berücksichtigung biologischer Unterschiede im Spitzensport wird durch Hennig Dotzlers klare Position neu entfacht. Die Langläuferin stellt damit eine Entscheidung in Frage, die eigentlich als Schritt zur Gleichstellung gedacht war.

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