Nach Fehlstart: Kombinierer-Trio um Geiger greift bei Olympia nach Medaillen
Kombinierer-Trio greift nach Olympia-Medaillen

Nach Fehlstart: Kombinierer-Trio um Geiger greift bei Olympia nach Medaillen

Eine Woche nach ihrem enttäuschenden Auftakt bei den Olympischen Winterspielen wollen die deutschen Nordischen Kombinierer endlich die erhofften Medaillen einfahren. Das Trio um Vinzenz Geiger, Johannes Rydzek und Julian Schmid bereitet sich intensiv auf den Entscheidungskampf von der Großschanze vor.

Zuversicht trotz schwierigem Start

Bundestrainer Eric Frenzel zeigt sich trotz der bisherigen Ergebnisse optimistisch: "Die Jungs haben weiter das Vertrauen in sich und sind gut drauf. Das sind Wettkampftypen", sagte der erfahrene Trainer vor dem wichtigen Wettbewerb. Zum Olympia-Auftakt hatte nur Johannes Rydzek als Achter für ein akzeptables Ergebnis gesorgt, während die deutschen Kombinierer insgesamt hinter den Erwartungen zurückblieben.

Vinzenz Geiger, Olympiasieger von Peking, setzt dabei auf die veränderten Wetterbedingungen: "Das Gute ist, dass die Strecke bei den niedrigeren Temperaturen nicht mehr so weich sein wird. Das kommt uns entgegen", erklärte der Athlet. Die kälteren Bedingungen könnten den deutschen Kombinierern tatsächlich Vorteile bringen.

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Springen als Schlüssel zum Erfolg

Die größte Herausforderung sehen die Experten im Springen von der Großschanze. Eric Frenzel analysierte nach dem letzten Training: "Wir haben die Schanze noch nicht zu 100 Prozent geknackt, aber wir sind kurz davor." Dennoch gibt der Bundestrainer die klare Marschroute vor: Das deutsche Trio will um die Medaillen kämpfen.

Julian Schmid, der viermalige WM-Zweite, unterstrich diese Zielsetzung: "Wir wollen um die Medaillen kämpfen." Sollte dieses Vorhaben nicht gelingen, bleibt den deutschen Kombinierern nur noch der Teamsprint am Donnerstag als letzte Medaillenchance.

Rydzeks letzter olympischer Einzelwettkampf

Besondere Aufmerksamkeit gilt Johannes Rydzek, der im Training auf der Schanze den besten Eindruck hinterließ. Der 34-jährige Routinier ließ das Montagstraining sogar komplett ausfallen, um sich mental und körperlich optimal vorzubereiten. "Ich will körperlich und mental alle Kräfte sammeln", erklärte der siebenmalige Weltmeister.

Für Rydzek wird es der letzte olympische Einzelwettkampf seiner beeindruckenden Karriere sein. "Ich werde es auf jeden Fall noch mal genießen - ganz egal, was rauskommt", sagte der erfahrene Athlet mit einer Mischung aus Wehmut und Vorfreude.

Norwegischer Favorit unter Druck

Als Goldkandidat Nummer eins gilt der Norweger Jens Luraas Oftebro, der bereits von der Normalschanze triumphiert hatte. Auch im Großschanzentraining zeigte der Skandinavier starke Leistungen. Doch Bundestrainer Frenzel bleibt zuversichtlich: "Jeder ist zu schlagen, auch er. Wir müssen einfach bei uns bleiben."

Die deutschen Kombinierer stehen unter besonderem Druck, denn es drohen die ersten Olympischen Winterspiele seit 2010 ohne Einzelmedaille in der Nordischen Kombination. Das einst so dominierende deutsche Team will diese Negativserie unbedingt verhindern und bei den Entscheidungen von der Großschanze endlich die erhofften Erfolge feiern.

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