Silbermedaille für Laura Nolte bei Olympischen Spielen in Cortina d'Ampezzo
Die deutsche Bobpilotin Laura Nolte hat bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Cortina d'Ampezzo die Silbermedaille im Monobob gewonnen. Nach ihrem Olympiasieg im Zweierbob 2022 verpasste die 27-Jährige diesmal knapp das Gold, nachdem sie im letzten der vier Läufe die bis dahin geführte Position an die Amerikanerin Elana Meyers Taylor abgeben musste.
Führung bis zum Schlusslauf
Im 163 Kilogramm schweren Einerschlitten dominierte Nolte über weite Strecken des Wettbewerbs. „Auf dieser Bahn macht jeder Fehler“, erklärte die Deutsche nach dem Rennen. „Man muss halt die wenigsten machen.“ Dies gelang ihr in den ersten drei Durchgängen nahezu perfekt, sodass sie nach dem dritten Lauf mit 22 Hundertstelsekunden Vorsprung an der Spitze lag.
Die Disziplin Monobob gilt als besonders anspruchsvoll, da hier mit Einheitsbobs gefahren wird und somit die kompletteste Pilotin ermittelt wird, die Anschieben und Fahren optimal kombiniert. Im teilweise tückischen Eiskanal von Cortina zeigte Nolte über weite Strecken ihre Klasse, während andere Fahrerinnen an manchen Stellen fast wie Passagiere wirkten.
Letzter Lauf entscheidet über Gold
Doch im vierten und entscheidenden Durchgang reichte ihre Leistung nicht ganz für den Olympiasieg. Während Nolte im ersten Finallauf noch gut unterwegs war, verlor sie im letzten Lauf die Führung an die 41-jährige Elana Meyers Taylor. Die Kanadierin Kaillie Humphries Armbruster (40) komplettierte das Podest mit Bronze.
Für das deutsche Team lauteten die weiteren Platzierungen: Lisa Buckwitz (31) erreichte Rang 4, Kim Kalicki (28) belegte Platz 13. Im Publikum verfolgten Noltes Eltern und Bruder die spannenden Rennen mit großer Anspannung.
Analyse der eigenen Leistung
Nach dem ersten Wettkampftag und ihrer Halbzeitführung hatte Nolte bereits ihre Zufriedenheit geäußert: „Ich bin sehr zufrieden, auch mit den Läufen super zufrieden. Das waren mit die besten, die ich hier hatte.“ Gleichzeitig analysierte sie kritisch: „Ich hatte in jedem Lauf so eine Kleinigkeit drin. Im ersten Lauf war es die Kurve zwei, die mich vor der drei ein bisschen versetzt hat. Beim zweiten war es die Kurve vier, die mich vor der fünf versetzt hat.“
Trotz des verpassten Goldes bleibt die Silbermedaille ein beachtlicher Erfolg für die deutsche Bobpilotin, die erneut unter Beweis stellte, dass sie zur Weltspitze in dieser anspruchsvollen Disziplin gehört.



